Unangemeldete Versammlung in Bremen eskaliert mit Autokorso
- von Rado
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In der Nacht von Montag auf Dienstag kam es in der Bremer Neustadt zu einer unangemeldeten Versammlung und einem Autokorso mit Bezug auf den Umgang mit kurdischen Minderheiten. Gegen 22:40 Uhr versammelten sich etwa 150 Personen mit kurdischen Flaggen in der Friedrich-Ebert-Straße. Die Gruppe wuchs rasch auf rund 1200 Teilnehmer an, was einen größeren Polizeieinsatz auslöste. Aus Sicherheitsgründen sperrte die Bundespolizei vorsorglich den Haupteingang des Flughafengebäudes. Die Versammlung zog weiter in Richtung Hauptbahnhof. Dabei schlossen sich dem Aufzug etwa 800 weitere Personen sowie rund 150 Autos an. Währenddessen zündeten einzelne Teilnehmer Pyrotechnik und hielten verschiedene Fahnen mit möglicherweise nicht erlaubten Symbolen hoch. Die Strafbarkeit prüft die Polizei weiterhin. Kurz nach Mitternacht wurde die Zusammenkunft als nicht angemeldete Versammlung eingestuft. Den wiederholten Aufforderungen der Polizei, einen zugewiesenen Ort aufzusuchen, folgten die Teilnehmer nicht. Gegen 2:10 Uhr beendeten die Einsatzkräfte die Versammlung.
Polizeieinsatz und weitere Ermittlungen
Im Laufe des Aufzugs kam es zu Auseinandersetzungen. Demonstranten attackierten ein unbeteiligtes Fahrzeug, in dem sich zwei Männer befanden. Sie schlugen und traten mit Fahnenstangen auf das Auto ein. Die Polizei ging mit Zwangsmitteln dazwischen und beendete die Attacke. Es gab glücklicherweise keine Verletzten. Während der gesamten Aktion dokumentierten die Beamten verschiedene Verstöße. Unter anderem wurden Anzeigen wegen Landfriedensbruch und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz erstellt. Die Ermittlungen zu den genauen Abläufen und möglichen weiteren Straftaten laufen noch. Wer etwas beobachtet hat, kann sich an die Polizei Bremen wenden.
Für das Partyvolk: Was der Vorfall bedeutet
Für alle Szenenight Besucher bedeutet dieser Vorfall vor allem eins: Achtet auf die Anweisungen der Einsatzkräfte, wenn ihr euch im Stadtgebiet aufhaltet. Unangemeldete Versammlungen können schnell unübersichtlich werden, vor allem wenn sie eskalieren. Die Polizei kündigt weitere Ermittlungen an und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer zu dieser Nacht etwas beitragen kann, wendet sich am besten direkt an die angegebenen Kontakte der Polizei Bremen. Bleibt während aktueller Lagen am besten flexibel, haltet euch über Nachrichten und Meldungen informiert, damit ihr sicher unterwegs seid.
Quellangabe: Polizeipresse-Bremen

