Rein ins kühle Nass!“ – Badeseen in Bremen

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Badesee in Dreye

Sommer in Bremen und ihr braucht dringend eine Abkühlung? Dafür müsst ihr nicht bis an die Nordsee fahren. Bremen hat zehn offizielle Badeseen und mit der Badestelle an der Weser beim Café Sand sogar noch eine weitere Möglichkeit zum Baden. Vom großen Mahndorfer See über den beliebten Stadtwaldsee bis zur kleinen Rottkuhle zeigen wir euch, wo ihr in Bremen ins kühle Nass springen könnt.

Badeseen in Bremen: Zehn Seen und eine Weser-Badestelle

Wer im Sommer in Bremen baden möchte, hat erstaunlich viel Auswahl. Offiziell gibt es zehn Badeseen im Stadtgebiet. Hinzu kommt die Badestelle in der Weser in Höhe des Café Sand.

Die Bremer Badesaison läuft offiziell vom 15. Mai bis zum 15. September. Während dieser Zeit werden die Badegewässer regelmäßig kontrolliert und die Badebereiche an den Seen durch Markierungen und Bojen gekennzeichnet.

Wichtig: Das Baden in natürlichen Gewässern erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr. Vor allem nach längeren Hitzeperioden solltet ihr außerdem auf aktuelle Hinweise zur Wasserqualität und mögliche Warnungen vor Blaualgen achten.

Mahndorfer See

Der Mahndorfer See gehört zu den bekanntesten Badeseen im Bremer Osten. Der Baggersee entstand im Zusammenhang mit dem Autobahnbau und liegt zwischen der A1 und der Mahndorfer Heerstraße.

Mit rund 20 Hektar Wasserfläche gehört er zu den größeren Bremer Badeseen. Seine maximale Tiefe liegt bei rund 15 Metern.

Besonders beliebt sind die Strandbereiche und die großen Liegewiesen. Ein abgetrennter Nichtschwimmerbereich macht den See auch für Familien interessant. Während der Badesaison gibt es eine DLRG-Station.

Außerdem stehen Toiletten zur Verfügung und ein Kiosk sorgt für Getränke und etwas gegen den Hunger. Auf den dafür vorgesehenen Flächen ist auch Grillen möglich.

Im See befinden sich zwei kleine Vogelschutzinseln. Diese dürfen nicht betreten werden.

Anfahrt:
Mit den Buslinien 38, 40/41 und 44 bis Bahnhof Mahndorf. Auch mit dem Zug könnt ihr bis Bremen-Mahndorf fahren. Von dort geht es zu Fuß weiter zum See.

Achterdieksee

Der Achterdieksee liegt im Bremer Osten zwischen Oberneuland, Vahr und Blockdiek. Mit rund 7,8 Hektar ist er deutlich kleiner als der Mahndorfer See, dafür liegt er ziemlich idyllisch zwischen Bäumen und Röhricht.

Der Baggersee erreicht eine maximale Tiefe von rund 15 Metern. Ein Steg trennt Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich voneinander.

An der westlichen Badebucht gibt es einen kleinen Sandstrand. Dazu kommen Liegeflächen, Toiletten und während der Saison eine DLRG-Station. Auch Grillen ist in den dafür vorgesehenen Bereichen möglich.

Gerade weil der Achterdieksee nicht so riesig ist, hat er einen etwas anderen Charakter als Mahndorfer See oder Stadtwaldsee. Ein Geheimtipp ist er allerdings längst nicht mehr.

Anfahrt:
Mit dem Auto erreicht ihr den See über die Franz-Schütte-Allee und den Iksendamm. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln könnt ihr unter anderem mit der Straßenbahnlinie 1 in Richtung Osterholz fahren und anschließend zum See laufen.

Stadtwaldsee – der Bremer Unisee

Fast jeder Bremer nennt ihn einfach Unisee, offiziell heißt er allerdings Stadtwaldsee. Seine Lage unmittelbar neben der Universität Bremen hat ihm seinen inoffiziellen Namen eingebracht.

Der Stadtwaldsee gehört zu den beliebtesten Badeseen Bremens. Rund um den See gibt es große Liegeflächen und einen ausgewiesenen Badebereich.

Besonders an heißen Sommertagen kann es hier entsprechend voll werden. Studenten, Familien, Freundesgruppen und Sportler teilen sich dann die Flächen rund um den See.

In unmittelbarer Umgebung befinden sich außerdem ein Campingplatz und gastronomische Angebote.

Der Stadtwaldsee ist deutlich größer, als man beim Blick vom Strand vermuten könnte – die früher in unserem Artikel genannte Fläche von 2,8 Quadratkilometern war allerdings falsch und wurde mit dieser Aktualisierung korrigiert.

Anfahrt:
Mit dem Bus könnt ihr beispielsweise über die Linien 22 und 28 in Richtung Stadtwaldsee fahren. Auch mit dem Fahrrad ist der See aus der Innenstadt und aus Schwachhausen sehr gut erreichbar.

Werdersee

Der Werdersee ist einer der Klassiker für heiße Sommertage in Bremen. Das langgezogene Gewässer liegt südlich der Weser und gehört zu den wichtigsten Naherholungsgebieten der Stadt.

Anders als bei einem klassischen Baggersee erstreckt sich der Werdersee über eine große Länge. Rundherum gibt es ausgedehnte Grünflächen, die zum Sonnen, Picknicken und Entspannen genutzt werden.

Im Bereich der offiziellen Badestelle befindet sich ein ausgewiesener Badebereich. Während der Saison wird die Badestelle überwacht.

Der Werdersee ist außerdem bei Joggern, Radfahrern, Stand-up-Paddlern und Wassersportlern beliebt. Gerade an sehr warmen Tagen kann es auf den Liegewiesen entsprechend lebhaft werden.

Anfahrt:
Aus der Neustadt ist der Werdersee problemlos mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar. Mit Straßenbahn und Bus könnt ihr unter anderem über den Kirchweg fahren und von dort zum See laufen.

Bultensee

Der Bultensee liegt im Bremer Stadtteil Osterholz und ist mit rund 5,2 Hektar einer der kleineren offiziellen Badeseen.

Der See ist bis zu etwa elf Meter tief. Im nördlichen Bereich befindet sich ein Strand mit angrenzender Liegewiese.

Die übrigen Uferbereiche sind teilweise stark bewachsen, wodurch der Bultensee trotz seiner Lage in der Stadt vergleichsweise naturnah wirkt.

Während der Badesaison sorgt eine Rettungswache für zusätzliche Sicherheit.

Anfahrt:
Mit der Straßenbahnlinie 1 könnt ihr bis zur Graubündener Straße fahren. Von dort müsst ihr allerdings noch ungefähr zwei Kilometer zu Fuß beziehungsweise mit dem Fahrrad zurücklegen.

Sodenmattsee

Auch der Bremer Süden hat seinen eigenen Badesee. Der Sodenmattsee liegt in Huchting und gehört zum Sodenmattpark.

Damit lässt sich ein Badetag gut mit einem Spaziergang oder einem Nachmittag im Grünen verbinden. Rund um den See gibt es Liegeflächen und einen ausgewiesenen Badebereich.

Gerade für Bewohner aus Huchting und dem Bremer Süden ist der Sodenmattsee eine praktische Alternative zu den weiter entfernten Seen im Bremer Osten.

Waller Feldmarksee

Der Waller Feldmarksee liegt im Bremer Westen zwischen Walle und Gröpelingen. Auch hier gibt es einen offiziell ausgewiesenen Badebereich.

Der See ist von Grünflächen umgeben und wird im Sommer als Naherholungsgebiet genutzt.

Wie bei allen natürlichen Badegewässern solltet ihr vor eurem Besuch auf die aktuellen Hinweise zur Wasserqualität achten. Gerade bei längeren Wärmeperioden können beispielsweise Blaualgen auftreten.

Sportparksee Grambke

Der Sportparksee Grambke gehört zu den jüngeren großen Seen Bremens und bietet deutlich mehr als nur eine Möglichkeit zum Schwimmen.

Das Gewässer ist Teil des Sportparks und wird auch von Wassersportlern genutzt. Neben dem normalen Badebetrieb spielt der See unter anderem für Taucher und weitere Sportarten eine Rolle.

Für Badegäste gibt es einen ausgewiesenen Badebereich. Durch seine Größe ist der Sportparksee eine interessante Alternative zu den bekannteren Badeseen im Zentrum und Osten Bremens.

Grambker See

Der Grambker See liegt im Bremer Norden und gehört ebenfalls zu den offiziell überwachten Badegewässern der Stadt.

Eine Besonderheit ist das Sommerbad Grambker See. Dadurch verbindet der Standort den Charakter eines natürlichen Sees mit der Infrastruktur eines klassischen Sommerbades.

Gerade für Familien und Bewohner aus Bremen-Nord und Grambke ist der See eine interessante Alternative zu den großen Badeseen im restlichen Stadtgebiet.

Rottkuhle in Arbergen

Deutlich kleiner und vielen Bremern weniger bekannt ist die Rottkuhle in Arbergen.

Auch sie gehört offiziell zu den zehn Bremer Badegewässern. Wer im Bremer Osten wohnt und keine Lust auf den deutlich größeren und häufig volleren Mahndorfer See hat, findet hier eine weitere Möglichkeit zur Abkühlung.

Wie bei allen kleineren Naturbadestellen gilt allerdings: Vor dem Besuch lohnt sich besonders ein Blick auf die aktuellen Informationen zur Wasserqualität.

Baden in der Weser beim Café Sand

Ja, auch direkt in der Weser gibt es in Bremen eine offizielle Badestelle. Sie befindet sich auf dem Stadtwerder in Höhe des Café Sand.

Der Sandstrand vermittelt an warmen Tagen fast ein bisschen Urlaubsgefühl mitten in Bremen. Von der Innenstadt beziehungsweise vom Viertel aus lässt sich die Badestelle außerdem mit der Sielwallfähre erreichen.

Beim Baden in der Weser ist besondere Vorsicht erforderlich. Die Weser ist ein Fluss mit Strömung und Schiffsverkehr und damit nicht mit einem Badesee vergleichbar.

Gebadet werden sollte ausschließlich im vorgesehenen Bereich und unter Beachtung der aktuellen Hinweise vor Ort.

Welche Badeseen werden offiziell überwacht?

Die Stadt Bremen führt aktuell folgende zehn Seen als offizielle Badegewässer:

Achterdieksee
Bultensee
Grambker See
Mahndorfer See
Rottkuhle
Sodenmattsee
Sportparksee Grambke
Stadtwaldsee / Unisee
Waller Feldmarksee
Werdersee

Hinzu kommt die offizielle Badestelle an der Weser beim Café Sand.

Vor dem Baden Wasserqualität prüfen

Die Wasserqualität der offiziellen Bremer Badegewässer wird während der Badesaison regelmäßig kontrolliert.

Das Land Bremen veröffentlicht neben den hygienischen Untersuchungsergebnissen auch aktuelle Wassertemperaturen sowie Hinweise und mögliche Warnungen.

Das ist gerade im Hochsommer wichtig. Hohe Temperaturen können beispielsweise das Wachstum von Blaualgen begünstigen. Gibt es eine Warnung oder sogar eine Sperrung, solltet ihr auf das Baden verzichten.

Badesaison in Bremen

Die offizielle Badesaison läuft in Bremen jedes Jahr vom 15. Mai bis zum 15. September.

In dieser Zeit sind die Badezonen der offiziellen Seen durch Markierungen und Bojen gekennzeichnet und die Wasserqualität wird regelmäßig untersucht.

Trotz der Kontrollen gilt: Das Baden und Schwimmen in den natürlichen Gewässern erfolgt auf eigene Gefahr.

Hunde an Bremer Badeseen

Wer seinen Hund mitnehmen möchte, muss aufpassen: Vom 1. April bis zum 30. September dürfen Tiere grundsätzlich nicht an die ausgewiesenen Badestrände und Liegewiesen der offiziellen Badegewässer mitgenommen werden.

Auch das Baden der Hunde in den offiziellen Badebereichen ist in dieser Zeit nicht erlaubt. Ausgenommen sind entsprechend gekennzeichnete Assistenz- und Blindenführhunde.

Teilweise gibt es außerhalb der offiziellen Badebereiche separate Möglichkeiten für Hunde. Achtet dabei unbedingt auf die Beschilderung vor Ort.

Keine Lust auf Badesee? Bremens Freibäder

Wer lieber im kontrollierten Schwimmbecken seine Bahnen zieht oder mit Kindern Rutschen und Nichtschwimmerbecken nutzen möchte, findet in Bremen natürlich auch mehrere Freibäder.

Zu den Freibadangeboten gehören unter anderem das Stadionbad, das Horner Bad, das Schloßparkbad, das Freibad Blumenthal sowie die Freibadbereiche weiterer Bremer Bäder.

Das Angebot reicht vom klassischen 50-Meter-Schwimmerbecken bis zu Nichtschwimmerbereichen, Sprunganlagen, Rutschen, Liegewiesen und Angeboten für Familien.

Da die Öffnungszeiten der Freibäder stark vom Wetter und von der Saison abhängen können, solltet ihr vor der Anfahrt immer die aktuellen Zeiten prüfen.

Badeseen oder Freibad – was passt zu euch?

Für einen klassischen Sommertag mit Picknickdecke, Grill und viel Platz sind Mahndorfer See, Stadtwaldsee und Werdersee besonders interessant.

Wer es etwas kleiner und ruhiger mag, kann sich Achterdieksee, Bultensee oder Rottkuhle anschauen. Für den Bremer Norden bieten sich Grambker See und Sportparksee Grambke an, während der Sodenmattsee vor allem für den Bremer Süden interessant ist.

Und wer Sandstrand und Weserblick mitten in Bremen möchte, landet beim Café Sand.

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