Polizei Bremen zerschlägt illegales Glücksspielnetzwerk mit großem Einsatz
- von Rado
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Die Polizei Bremen ging am Mittwochabend gegen illegales Glücksspiel vor. Insgesamt wurden elf Lokale sowie zwei Wohnungen durchsucht und mehrere Beweismittel sichergestellt. An dem Großeinsatz waren rund 150 Einsatzkräfte beteiligt, darunter auch Spezialkräfte. Die Durchsuchungen fanden in Cafés, Imbissen, Bars und Restaurants in Bremen-Nord, Walle, der Innenstadt und der Neustadt statt. Grundlage für die Razzia waren Ermittlungen gegen zwei Männer einer Großfamilie. Einzelne Familienmitglieder werden laut Polizei der Clankriminalität zugeordnet. Neben Spielautomaten entdeckten die Beamten unter anderem Bargeld, Kokain, eine Schusswaffe und ein gestohlenes Fahrrad. Die Ermittlungen erfolgten im Rahmen des Verfahrens „Sonne“. Die beiden Beschuldigten im Alter von 24 und 51 Jahren stehen im Verdacht, unerlaubtes gewerbsmäßiges Glücksspiel veranstaltet zu haben. Offenbar kamen in den Lokalen trotz behördlicher Untersagung weiterhin Glücksspielautomaten zum Einsatz. Der Großeinsatz wurde von der Glücksspielaufsicht, dem Ordnungsamt und dem THW unterstützt.
Polizei Bremen verfolgt Null-Toleranz-Strategie
Laut Polizei dulden die Beamten keine kriminellen Machenschaften durch Clanstrukturen in der Stadt. Auch die Innensenatorin Dr. Eva Högl äußerte sich zum Einsatz. Sie stellte klar, dass Bremen kein geeigneter Ort für organisierte Kriminalität sein soll. Dabei betont sie: Wenn jemand in Bremen illegal Geld verdient, werden Polizei und Behörden aktiv. Der Einsatz gilt als Teil einer beharrlichen Ermittlungsarbeit mehrerer Behörden. Jugendliche und junge Erwachsene in Bremen sollten wissen, dass Polizei, Ordnungsamt und Glücksspielaufsicht weiterhin genau hinschauen. Ziel bleibt es, illegalen Strukturen konsequent entgegenzutreten. Im Mittelpunkt steht, die rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen und Null-Toleranz bei Clankriminalität zu zeigen. Die beiden Hauptverdächtigen müssen sich nun unter anderem wegen des gewerbsmäßigen Glücksspiels verantworten.
Einsatz mit Signalwirkung in der Bremer Szene
Die aktuellen Durchsuchungen und Sicherstellungen zeigen, dass Polizei und Behörden ihre Ankündigungen umsetzen. Auch in der Bremer Nachtszene und im Partyumfeld steht das Thema illegaler Glücksspielbetrieb immer wieder im Fokus. Für Szene-Besucher ist es wichtig, sich der Konsequenzen von Verstößen bewusst zu sein. Die Ermittler wollen mit solchen Maßnahmen die Botschaft senden: Illegale Angebote haben in der städtischen Szene keinen Platz. Wer solchen Geschäften nachgeht, muss mit verschärften Kontrollen und Konsequenzen rechnen. Die Behörden wollen durchgreifen und setzen auf Zusammenarbeit verschiedener Ämter. So werden Gefahrenquellen erkannt und mögliches kriminelles Treiben frühzeitig gestoppt. Die aktuellen Maßnahmen sind ein Zeichen für alle, dass Regeln auch in Szene-Lokalen durchgesetzt werden.
Quelle: Polizeipresse-Bremen

