Freimarktsumzug in Bremen ruhig verlaufen trotz Angriff auf Polizistin
- von Daniel Hornick
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Der Freimarktsumzug in Bremen ist am Samstag, 24. Oktober 2026, weitgehend ruhig verlaufen. Rund 3.900 Menschen nahmen an der traditionellen Veranstaltung teil. Die Polizei Bremen war mit zahlreichen Einsatzkräften entlang der Strecke vertreten. Sie sicherte den Umzug und regelte den Verkehr in mehreren Bereichen. Der Start erfolgte um 6.30 Uhr in der Gastfeldstraße. Gegen 14 Uhr erreichte der Zug den Breitenweg. Danach wurden die gesperrten Straßen schrittweise wieder freigegeben. Die Reinigungsarbeiten waren gegen 15 Uhr abgeschlossen. Vor Beginn mussten Mitarbeiter des Ordnungsamtes knapp 70 falsch geparkte Fahrzeuge abschleppen lassen. Diese Fahrzeuge blockierten Teile der geplanten Umzugsstrecke. Dadurch sollte der Weg für die teilnehmenden Gruppen freigehalten werden. Insgesamt meldete die Polizei keine größeren Störungen beim Freimarktsumzug. Während des Einsatzes kam es jedoch zu einem Angriff auf eine junge Polizeianwärterin. Sie wollte einem gestürzten Mann helfen. Dabei wurde sie von einem Begleiter des Mannes angegriffen. Die Frau verletzte sich schwer und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei leitete anschließend Ermittlungen gegen zwei Männer ein. Beide standen nach ersten Tests deutlich unter Alkoholeinfluss. Für Besucher blieb der Umzug größtenteils ohne Einschränkungen erlebbar. Die Einsatzkräfte waren entlang der Strecke sichtbar präsent. Verkehrsbehinderungen gab es vor allem während der Sperrungen.
Polizeianwärterin bei Angriff in der Obernstraße verletzt
Der Vorfall ereignete sich während des Umzugs in der Obernstraße. Ein 45 Jahre alter Mann war beim Verlassen eines Festwagens gestürzt. Nach Angaben der Polizei war der Mann stark betrunken. Eine Polizeianwärterin bemerkte die Situation und wollte ihm helfen. Sie beugte sich über den am Boden liegenden Mann. Daraufhin griff ein 43 Jahre alter Begleiter die junge Frau an. Er stieß sie um. Die Polizeianwärterin prallte mit dem Gesicht gegen ein Absperrgitter. Dabei erlitt sie schwere Verletzungen. Rettungskräfte versorgten die Frau zunächst vor Ort. Anschließend brachten sie die verletzte Einsatzkraft in eine Klinik. Sie war danach nicht mehr dienstfähig. Die beiden Männer flüchteten zunächst vom Ort des Geschehens. Einsatzkräfte stellten das Duo kurze Zeit später in der Langenstraße. Bei der Festnahme verhielten sich die Männer weiterhin aggressiv. Sie bedrohten und beleidigten die eingesetzten Polizisten. Außerdem leisteten sie Widerstand gegen die Maßnahmen. Die Beamten brachten beide Männer anschließend in ein Polizeirevier. Dort wurden weitere Maßnahmen eingeleitet. Die Polizei prüft nun den genauen Ablauf des Angriffs. Auch die Verletzungen der Polizeianwärterin werden Bestandteil der Ermittlungen sein. Der Vorfall überschattete damit den ansonsten weitgehend störungsfreien Verlauf des Freimarktsumzugs.
Alkoholtests bestätigen hohen Promillewert
Erste Alkoholtests ergaben bei beiden Männern deutlich erhöhte Werte. Bei dem 43-Jährigen wurden 1,4 Promille festgestellt. Der 45-Jährige erreichte einen Wert von 2,7 Promille. Die Polizei veranlasste bei beiden Männern Blutentnahmen. Diese sollen die ersten Testergebnisse überprüfen und rechtlich absichern. Gegen das Duo wurden entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Im Raum stehen unter anderem der Angriff auf die Polizeianwärterin und Widerstand gegen Einsatzkräfte. Auch mögliche Beleidigungen und Bedrohungen werden geprüft. Die Polizei Bremen setzte während des gesamten Umzugs umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen um. Dazu gehörten Absperrungen, Verkehrsregelungen und die Begleitung des Festzuges. Für die Strecke galten zeitweise umfangreiche Sperrungen. Falsch abgestellte Fahrzeuge mussten deshalb bereits vor dem Start entfernt werden. Das Ordnungsamt ließ dafür fast 70 Autos abschleppen. Nach dem Ende des Umzugs öffneten die Einsatzkräfte die Straßen nach und nach. Besucher konnten den Freimarkt anschließend wieder ohne die Umzugsbeschränkungen erreichen. Die Polizei bewertet den Verlauf insgesamt als weitgehend störungsfrei. Der Angriff in der Obernstraße bleibt jedoch Gegenstand weiterer Ermittlungen. Zeugen können wichtige Hinweise zum Ablauf des Geschehens liefern. Die Behörden bitten darum, entsprechende Beobachtungen zu melden. Für die betroffene Polizeianwärterin dauert die medizinische Behandlung zunächst weiter an.
Quelle: Polizeipresse-Bremen







