Matthias Reim verbindet Schlager-Vergangenheit mit neuen emotionalen Songs
- von Kai Schöning
- am
-marcel-brell.jpg)
Matthias Reim blickt zurück, aber garantiert nicht im Rückwärtsgang: Sein neues Album „Flashback“ ist am 18. September 2026 erschienen und verbindet bekannte Gefühle mit neuen Songs. Der Titel ist dabei Programm. Reim greift Motive, Melodien und Themen auf, die seine Karriere geprägt haben. Klaut er also bei sich selbst? Eher nicht. Er nimmt die stärksten Kapitel seines Lebens und macht daraus 15 neue Tracks mit viel Herz, Druck und Wiedererkennungswert.
Matthias Reim macht aus Erinnerungen neue Songs
Matthias Reim gehört seit Jahrzehnten zu den großen Namen im deutschsprachigen Pop-Schlager. Millionen verkaufte Tonträger, mehrere Nummer-1-Alben sowie Gold- und Platinauszeichnungen sprechen eine klare Sprache. Doch „Flashback“ ist kein reines Best-of-Projekt und auch keine einfache Nostalgie-Show. Das Album nimmt die eigene Geschichte als Material und entwickelt daraus neue Kompositionen. Genau darin liegt der spannende Ansatz. Reim bedient sich bewusst an seinem eigenen musikalischen Fundament. Große Refrains, direkte Texte und emotionale Geschichten gehören seit jeher zu seinem Stil. Auf „Flashback“ werden diese Elemente nicht einfach kopiert. Sie tauchen in einem neuen Zusammenhang auf. Das Album erzählt von Liebe, Leidenschaft, Nähe, Abschied und den Momenten, die lange im Kopf bleiben. Es geht um große Gefühle, aber auch um kleine Situationen, die oft mehr auslösen als ein riesiges Drama. Für Fans fühlt sich das wie ein Wiedersehen mit vertrauten Klängen an. Gleichzeitig bleibt genug Raum für neue Ideen. Wer aktuelle News aus der Musikwelt sucht, findet bei den Musik-Nachrichten von Szenenight weitere Releases, Tournews und Geschichten aus der Szene.
„Verdammt, ich lieb’ dich“ bleibt der Kern von Matthias Reim
Wenn es um Matthias Reim geht, führt kein Weg an „Verdammt, ich lieb’ dich“ vorbei. Der Song aus dem Jahr 1990 wurde weit mehr als nur ein Hit. Er ist ein generationsübergreifender Evergreen, ein Party-Klassiker und für viele Menschen ein Soundtrack ihrer eigenen Erinnerungen. Die Single stand 16 Wochen auf Platz 1 der deutschen Charts. Auch in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden war der Song extrem erfolgreich. Reims Debütalbum „Reim“ setzte den Erfolg fort. Es erreichte ebenfalls Platz 1 in Deutschland und verkaufte sich laut offizieller Kommunikation mehr als eine Million Mal. Neben dem Mega-Hit gehören auch „Ich hab’ geträumt von dir“ und „Ganz egal“ zu den Songs, die bis heute auf Feiern, Konzerten und Schlager-Partys funktionieren. „Flashback“ knüpft genau an diese Geschichte an, ohne die Vergangenheit bloß auszuschlachten. Der Albumtitel zeigt offen, worum es geht: Erinnerungen dürfen da sein. Sie dürfen laut sein. Und sie dürfen neue Musik inspirieren. Reim versteckt seine Herkunft nicht. Er macht sie zum Teil seines aktuellen künstlerischen Statements. Das ist selbstbewusst und passt zu einem Musiker, der seit mehr als 35 Jahren im Geschäft ist.
Flashback verbindet Pop-Schlager, Emotionen und frische Perspektiven
Mit 15 Titeln liefert „Flashback“ ein Album, das laut Ankündigung prall gefüllt mit Leben ist. Matthias Reim bleibt dabei seinem klaren musikalischen Profil treu. Seine Songs setzen auf eingängige Melodien, markante Hooks und Texte, die ohne Umwege ins Gefühl gehen. Genau das hat ihn über Jahrzehnte unverwechselbar gemacht. Wer Reim hört, erwartet keine distanzierte Kunstfigur. Es geht um direkte Emotionen und Geschichten, die man verstehen kann, ohne lange zwischen den Zeilen suchen zu müssen. Auf dem Album finden sich unter anderem die Titel „Willkommen in meiner Zukunft“, „Aus meinem Kopf“, „Die Sterne lügen“ und „Keine Freunde bleiben“. Letzterer Song ist ein Duett mit Mia Julia. Diese Zusammenarbeit bringt zwei unterschiedliche Welten zusammen und zeigt, dass Reim auch mit partyorientierten Pop-Schlager-Formaten kompatibel bleibt. Das Duett ist zugleich ein Zeichen dafür, dass „Flashback“ nicht nur zurückschaut. Das Album versucht, Bekanntes mit neuen Impulsen zu verbinden. Es bleibt bei Reims Handschrift, aber es öffnet die Tür für aktuelle Facetten. Genau das macht den Reiz aus: vertraut genug für langjährige Fans und offen genug für alle, die ihn gerade neu entdecken.
Matthias Reim klaut bei sich selbst – aber mit Ansage
Die Aussage, Matthias Reim klaue bei sich selbst, klingt erst einmal provokant. Sie trifft aber einen interessanten Punkt. Viele Künstler versuchen, ihre größten Erfolge zu ignorieren, sobald sie älter werden. Reim macht das Gegenteil. Er nimmt die Motive seines Frühwerks ernst und nutzt sie als Ausgangspunkt für neue Songs. Das ist keine Ideenlosigkeit. Es ist eine bewusste Form der Selbstreflexion. Schließlich hat Reim mit seinem Stil ein riesiges musikalisches Erbe geschaffen. Warum sollte er so tun, als wären diese Songs und Gefühle nie passiert? „Flashback“ lebt davon, dass Vergangenheit und Gegenwart ineinanderlaufen. Die Themen sind weiterhin Liebe, Sehnsucht, Leidenschaft und das pralle Chaos des Lebens. Doch der Blick darauf hat sich verändert. Nach mehr als drei Jahrzehnten bringt Reim andere Erfahrungen mit. Diese Lebenserfahrung kann man nicht künstlich herstellen. Sie ist da und sie prägt die Perspektive. Der Musiker bleibt damit ein Hit-Handwerker, der weiß, wie ein Refrain hängen bleibt. Gleichzeitig wirkt das Projekt wie eine persönliche Bestandsaufnahme. Es geht nicht darum, den jungen Matthias Reim zu imitieren. Es geht darum, den heutigen Matthias Reim mit seiner gesamten Geschichte hörbar zu machen.
Die Jubiläumstournee 2026 macht den Flashback auch live erlebbar
Das Album „Flashback“ steht nicht allein. Matthias Reim ist 2026 auch live besonders präsent. Mit „Verdammt, ich lieb’ dich! – Die Jubiläumstournee 2026“ feiert er den Song, der seine Karriere 1990 auf ein neues Level gehoben hat. Die Tour führt durch Deutschland und Österreich. Geplant sind unter anderem Termine in Kiel, Hamburg, Köln, Stuttgart, Oberhausen, Frankfurt, Trier, Halle, Graz, Wien, Berlin, Cottbus und Rostock. Besonders stark ist das Konzept, das Debütalbum „Reim“ in voller Länge und in Original-Reihenfolge auf die Bühne zu bringen. Das ist ein klares Nostalgie-Statement, aber auch ein Geschenk an Fans der ersten Stunde. Für viele dürfte es außerdem spannend sein, wie sich die frühen Songs neben dem Material von „Flashback“ anfühlen. Denn genau dort schließt sich der Kreis. Die alten Hits sind nicht bloß Erinnerung, sondern Teil einer Karriere, die weiterläuft. Reim bleibt sichtbar, veröffentlicht neue Musik und bringt seine Geschichte auf die Bühne. „Flashback“ unterstreicht damit, warum er noch immer zu den prägendsten Figuren des deutschen Schlagers zählt. Vergangenheit kann eben verdammt gut klingen, wenn sie nicht stehen bleibt.







