Malcolm Todd verbindet R&B, Indie-Pop und Gitarren

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Malcolm Todd verbindet R&B, Indie-Pop und Gitarren

Malcolm Todd ist mit seinem neuen Album „Do That Again“ in einer Phase angekommen, in der aus viralen Songs und großen Streaming-Zahlen längst ein eigener, klarer Sound geworden ist. Der Sänger, Songwriter und Gitarrist aus Los Angeles verbindet Alternative R&B, Indie-Pop und starke Gitarrenmomente zu einem Soundtrack für Sommernächte, frische Trennungen und die komplizierten Gefühle Anfang 20. Mit „Obsessica“ gibt es dazu schon den ersten passenden Ohrwurm.

Malcolm Todd liefert den Soundtrack für die Zeit zwischen Freiheit und Zweifel

Malcolm Todd fängt auf „Do That Again“ genau jene Phase ein, in der sich alles gleichzeitig leicht und überwältigend anfühlt. Es geht um neue Möglichkeiten, Verliebtheit, Abschiede und die Frage, was eigentlich als Nächstes kommt. Der 22-jährige Musiker aus Los Angeles bleibt dabei nie in bloßer Melancholie hängen. Seine Songs haben Wärme, Bewegung und oft genug diesen kleinen Funken Selbstironie. Das macht das Album greifbar. „Do That Again“ klingt nach sonnigen Nachmittagen, spontanen Nächten und Gedanken, die erst auftauchen, wenn der Rest der Welt längst schläft. Musikalisch verbindet Todd moderne Pop-Melodien mit emotionalem R&B und einer entspannten Indie-Attitüde. Seine Gitarren stehen dabei genauso im Mittelpunkt wie seine Stimme. Die wirkt nahbar, manchmal fast beiläufig, aber immer präzise. Statt große Dramen künstlich aufzublasen, lässt Malcolm Todd die Gefühle für sich sprechen. Genau das gibt den Songs ihre Stärke. Das Album zeigt einen Künstler, der seinen Stil nicht mehr sucht, sondern ihn immer selbstverständlicher auslebt. „Do That Again“ ist seit dem 5. Juni 2026 verfügbar und markiert das nächste große Kapitel in einer Karriere, die in kurzer Zeit enorm Fahrt aufgenommen hat.

„Obsessica“ bringt Leichtigkeit, Charme und Sommerenergie

Mit „Obsessica“ zeigt Malcolm Todd die verspielte Seite seines neuen Albums. Der Song sprudelt vor Energie und transportiert dieses überdrehte Gefühl, wenn ein Crush plötzlich jede freie Sekunde bestimmt. Statt Kitsch gibt es lockeren Groove, eingängige Melodien und eine charmante Portion Übertreibung. Genau diese Mischung passt zu Todd. Seine Musik ist oft emotional, aber sie nimmt sich selbst nicht zu ernst. Das Video zu „Obsessica“ unterstreicht die lebendige Stimmung des Tracks und liefert den passenden visuellen Einstieg in die Welt von „Do That Again“. Während der Song nach Sommerhit klingt, bleibt die Produktion detailreich. R&B-Flächen, Gitarren und Pop-Strukturen greifen sauber ineinander. Malcolm Todd schafft es damit, seine Internet-Sozialisation hörbar zu machen, ohne wie ein kurzlebiger TikTok-Trend zu wirken. Seine Songs funktionieren im kurzen Clip, entfalten aber noch mehr Wirkung im Albumkontext. Neben „Obsessica“ setzt „I Saw Your Face“ einen deutlich nachdenklicheren Akzent. Der Track blickt auf das Ende einer Beziehung und die bittere Erkenntnis, dass eine notwendige Entscheidung trotzdem schmerzen kann. Diese Kontraste machen „Do That Again“ spannend. Euphorie und Sehnsucht liegen bei Malcolm Todd oft nur wenige Takte auseinander.

Von Bedroom Pop zum großen Studioalbum

Der Aufstieg von Malcolm Todd begann 2022 mit selbst veröffentlichten Songs und der EP „Demos Before Prom“. In den folgenden Jahren entwickelte er sich von einem spannenden Namen aus der Bedroom-Pop-Ecke zu einem Künstler mit internationaler Reichweite. Veröffentlichungen wie „Shower Shoes“ und das Mixtape „Sweet Boy“ sorgten online für Aufmerksamkeit. Songs wie „Art House“ und „Roommates“ fanden über Streaming und soziale Netzwerke schnell neue Hörer. Spätestens mit seinem selbstbetitelten Debütalbum „Malcolm Todd“ aus dem Jahr 2025 war klar, dass hinter den viralen Momenten echtes Songwriting steckt. Auch auf den Bühnen wurde es größer. Todd spielte 2025 ausverkaufte Shows auf drei Kontinenten, trat bei Festivals wie Lollapalooza und Pitchfork Paris auf und feierte sein TV-Debüt bei Jimmy Kimmel. Seine Single „Earrings“ erreichte laut vorliegenden Angaben die Top 10 der US-Spotify-Charts. „Chest Pain (I Love)“ wurde zu einem weiteren wichtigen Karriere-Meilenstein. Für „Do That Again“ nahm sich Malcolm Todd dann bewusst Zeit. Über sechs Monate arbeitete er mit seinem engen kreativen Umfeld in den Electric Lady Studios in New York und den Chaplin Recording Studios in Los Angeles. Diese konzentrierte Arbeitsphase hört man dem Album an. Alles wirkt freier, klarer und mutiger als zuvor.

Steve Lacy, Prince und Paul Simon als wichtige Bezugspunkte

„Do That Again“ lebt von Einflüssen, die Malcolm Todd nicht einfach kopiert, sondern in seine eigene Sprache übersetzt. Die Pressemitteilung nennt Paul Simon und Prince als wichtige Referenzen. Bei Paul Simon ist es vor allem das Gefühl für Melodie und Songstruktur. Von Prince kommt die minimalistische Sinnlichkeit, die in einigen Arrangements durchscheint. Gleichzeitig bleibt Todds Sound fest in der Gegenwart. Alternative R&B, Indie-Pop und intime Bedroom-Pop-Momente treffen aufeinander, ohne dass das Album stilistisch auseinanderfällt. Einen besonderen Moment liefert der Titeltrack „Do That Again“. Hier arbeitet Todd mit Steve Lacy zusammen, einem Künstler, der ihn einst dazu inspirierte, selbst Gitarre zu lernen. Die Kollaboration wirkt deshalb nicht wie ein kalkulierter Feature-Gastauftritt. Sie schließt vielmehr einen persönlichen Kreis. Inhaltlich dreht sich der Song um den Wunsch, schöne Augenblicke festhalten zu können, obwohl ihre Vergänglichkeit längst klar ist. Dieses Gefühl zieht sich durch das gesamte Album. Malcolm Todd schreibt über das Erwachsenwerden nicht mit erhobenem Zeigefinger. Er zeigt die Unsicherheit, die Freude und die Sehnsucht so, wie sie sich anfühlen: gleichzeitig und manchmal ziemlich chaotisch.

„Do That Again“ zeigt Malcolm Todd auf einem neuen Level

Mit „Do That Again“ bestätigt Malcolm Todd, warum er gerade zu den spannendsten jungen Stimmen zwischen Pop, R&B und Indie gehört. Das Album hat die unbeschwerte Energie eines langen Sommers, nimmt aber auch die stillen Momente ernst. Songs wie „Lonely Song“ und „Malcolm in the Middle“ lassen mehr Verletzlichkeit zu. „I Saw Your Face“ trifft mit seiner bittersüßen Stimmung mitten ins Herz. „Obsessica“ bringt dagegen den sofortigen Drive, der auch live funktionieren dürfte. Diese Balance ist die größte Stärke der Platte. Todd kann eingängige Hooks schreiben, ohne seine Eigenheiten abzulegen. Er kann große Gefühle verarbeiten, ohne ins Pathetische abzurutschen. Und er kann moderne Produktionen mit handgemachter Songwriter-Atmosphäre verbinden. Wer Malcolm Todd bisher nur über einzelne Streaming-Hits oder Social-Media-Clips kannte, bekommt mit „Do That Again“ ein deutlich vollständigeres Bild. Hier steht ein Musiker, der als Sänger, Gitarrist, Produzent und Songwriter sichtbar gewachsen ist. Das Album erzählt von einer Zeit voller Umbrüche, ohne die Leichtigkeit zu verlieren. Genau deshalb bleibt es hängen: nicht als perfekter Hochglanz-Pop, sondern als ehrlicher Soundtrack für alles, was zwischen Aufbruch, Herzklopfen und Heimweh passiert.

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