BEWAKE Studios in Berlin: Kreativer Sound und Musikgeschichte
- von Kai Schöning
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Berlin vibriert, wenn großer Sound auf kreative Energie trifft – und genau das passiert seit Jahren in den BEWAKE Studios in Kreuzberg. Hier entstehen Hits, hier wird Geschichte geschrieben: Von Shirin David bis Mouse on Mars geben sich Künstler die Klinke in die Hand, um ihre Visionen auf Band zu bringen. Wo einst die legendären Mesanic Music ihren Ursprung hatten, steht heute ein moderner Studiokomplex mit Geschichte, Sound und Seele.
Ein Berliner Kraftwerk für Sound & Vision
Mitten im pulsierenden Kreuzberg, genauer gesagt in der Forsterstraße 4–5, liegt ein kreativer Magnet: die BEWAKE Studios. Seit dem großen Ausbau 2014 zählt das Herzstück der Berliner Produktionsszene rund 45 Quadratmeter Live‑Room, einen 25 Quadratmeter großen Regieraum, Lounge, Gemeinschaftsküche und einen Verbindungsflur voller Atmosphäre. Die Mischung aus industriellem Charme und technischer Präzision macht diesen Ort einzigartig. Dass hier heute auch Shirin David oder Mouse on Mars an ihren Tracks feilen, ist kein Zufall. Was als kleines Projekt unter dem Namen Mesanic Music begann, ist inzwischen ein Synonym für Qualität und Innovation. Dieses Jahr feiern die Studios ihr 15-jähriges Jubiläum – und das mit dem Selbstverständnis, einer ganzen Szene den Sound ihrer Zeit gegeben zu haben.
Von Mesanic Music zu BEWAKE: Wie alles begann
Die Geschichte der BEWAKE Studios ist eng mit der Entwicklung der Berliner Musiklandschaft verbunden. 2011 entstanden, zunächst als Mesanic Music, markierte der Umzug nach Kreuzberg und der Umbau 2014 einen Wendepunkt. Hier wurde nicht nur produziert, sondern vibriert – Ideen trafen auf Beats, klassische Musik auf digitales Experiment. In diesen Räumen probten und feilten unzählige Künstlerinnen und Künstler an ihren Tracks, lange bevor sie die Streamingcharts stürmten. Shirin David arbeitete hier an Produktionen, die später Millionen Klicks sammelten und ihr Platz eins in den deutschen Charts bescherten. Mouse on Mars, das experimentelle Elektronikduo, fand im BEWAKE-Setting die perfekte technische und akustische Umgebung für seinen vielschichtigen Sound. So ist das Studio ein Dreh- und Angelpunkt zwischen Mainstream und Avantgarde – zwischen Pop, Rap, Elektro und allem, was dazwischen liegt.
Wo Shirin David Pop in Power verwandelt
Shirin David steht für Power, Perfektionismus und Popkultur auf höchstem Niveau. Ihre Verbindung zu den BEWAKE Studios ist kein Zufall – dort wird mit Akribie, aber auch mit Leidenschaft gearbeitet. Die in Hamburg geborene Musikerin, Rapperin und Unternehmerin hat sich in den letzten Jahren zur erfolgreichsten deutschen Künstlerin der Chartgeschichte hochgearbeitet. Mit ihrem besonderen Gespür für Sound und Ästhetik hat sie einen Stil gefunden, der perfekt in die urbane Energie Berlins passt. Zwischen üppigen Produktionen, Selbstbewusstsein und klaren Aussagen verkörpert sie die kreative Freiheit, die diese Stadt ausmacht. In den BEWAKE Studios fließen ihre musikalischen Visionen zusammen – geschliffen von einem Technikteam, das weiß, wie moderne Pop-Ästhetik klingen muss. Das Ergebnis: Chartbreaker, preisgekrönte Alben und ein Sound, der vor Selbstvertrauen sprüht.
Mouse on Mars: Experiment trifft Präzision
Ganz anders, aber genauso inspirierend arbeitet das Berliner Elektronikduo Mouse on Mars. Seit über zwei Jahrzehnten prägen sie internationale Electro- und Avantgarde-Produktionen – und im Umfeld der BEWAKE Studios finden sie den perfekten Raum für ihre Klangexperimente. Ihr Sound, oft komplex, textural und mit einem Schuss Ironie versehen, profitiert von den akustischen Möglichkeiten, die Kreuzberg bietet. In den BEWAKE Studios verbinden sich analoge Wärme und digitale Innovation – genau das, was Ivan Papikyan und Andi Toma so schätzen. Hier entstehen keine Hits im klassischen Sinn, sondern Klangkunstwerke, die sich zwischen Clubästhetik, Theaterprojekten und digitaler Forschung bewegen. Dass Mouse on Mars und Shirin David denselben kreativen Produktionsort teilen, zeigt, wie vielseitig dieses Studio geworden ist: ein echter Schmelztiegel für verschiedenste Klang-Philosophien.
15 Jahre BEWAKE Studios: Berliner Soundgeschichte live
2026 steht ganz im Zeichen des Jubiläums: 15 Jahre Innovation, Kollaboration und Musikgeschichte made in Kreuzberg. Die BEWAKE Studios feiern nicht nur sich selbst, sondern ein ganzes Netzwerk aus Kreativen, die Berliner Club-, Pop- und Studioszene geprägt haben. Produzenten, Engineers, Musiker, Rapper – alle hinterlassen hier Spuren. Das Jubiläum bietet Anlass, zurückzublicken, aber auch nach vorne zu schauen. Denn klar ist: Aus den BEWAKE Studios wird auch in Zukunft Großes kommen – vielleicht das nächste Album von Shirin David oder eine neue, unerwartete Collab von Mouse on Mars. Der Studiokomplex steht damit nicht nur für professionelle Musikproduktion, sondern auch für die Berliner Mentalität – frei, laut und grenzenlos kreativ.
Zwischen Pop, Elektro und Szenegeist
Was die BEWAKE Studios besonders macht, ist ihr Gefühl für das Jetzt. Hier wird nicht einfach nur aufgenommen, sondern geformt, gefühlt und gelebt. Es ist diese Mischung aus Spontanität und technischer Perfektion, die Künstler wie Shirin David oder Mouse on Mars anzieht. Für Berliner Musiker ist das Studio längst zu einer Institution geworden – ein Ort des Austauschs, wo das Nachtleben der Hauptstadt in echten Sound übersetzt wird. Musik aus Kreuzberg klingt nun mal anders: roh, ehrlich, futuristisch. Und wer die urbane Szene liebt, findet in diesen Studios den Herzschlag einer Generation, die Lust auf Neues hat.
Mehr Musik auf Szenenight.de
Auch wenn sich Szenenight.de traditionell auf das Nachtleben in Norddeutschland fokussiert, lohnt sich ein Blick auf die Musik-Kategorie, um Inspiration, Trends und neue Künstler zu entdecken. Wer wissen möchte, wo sich Clubkultur, Beat und Kreativität verbinden, findet hier regelmäßig die wichtigsten Updates aus der Musikszene – von Bremen bis Berlin. Und ganz sicher wird man bald auch wieder mehr über Projekte hören, die in den BEWAKE Studios entstanden sind – vielleicht von Shirin David, vielleicht von Mouse on Mars.
Fotocredit: @tinadubrovsky_photography






