DJ TrueBeatz im Interview

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truebeatz interview

Wir wollen euch die Leute hinter dem Bremer Partyleben ein wenig näher bringen und treffen uns mit den Partymachern Bremens. Vergangene Woche trafen wir uns mit Julien Trubitz, auch bekannt als DJ TrueBeatz und durften ihm unsere Fragen stellen. Er verriet uns nicht nur, wie seine Karriere als DJ begann und was ihn am DJing faziniert, sondern auch was Bremen für ihn zu einer tollen Stadt macht.

Szenenight: Julien! Schön, dass du Zeit für uns hast. Stell dich doch mal kurz unseren Lesern vor: Für die, die dich nicht kennen, wer bist du?

Julien Trubitz: Mein Name ist Julien Trubitz, 22 Jahre alt, ich komme aus Ganderkesee, wohne jetzt aber in Bremen. Ich bin auch bekannt als DJ TrueBeatz aus dem La Viva, Privee oder Halle 7 beim Freimarkt.

 

SN: Du bist mittlerweile etabliert in Bremen. Aber wie begann alles? Was waren die bis jetzt wichtigsten Stationen in deiner Laufbahn?

Julien: Schon im Alter von 14 Jahren begann alles mit meinem Interesse für die Musik. Ich hab viel Musik gehört und gesammelt und mir meine eigene Sammlung angelegt. Die hab ich dann bei Geburtstagen von Freunden dabei gehabt und dort abgespielt. Das kam dann so gut an, dass ich das häufiger gemacht habe und mich dementsprechend dann auch technisch fortgebildet habe und mit einem Player angefangen habe Übergänge zwischen den Liedern hinzubekommen. Erste Auflege-Erfahrung habe ich mit der Skylight Disco und mit DJ Colle gesammelt, bei dem ich einfach mal angefragt hatte, ob ich zuschauen könnte. Ich hab mich super mit ihm verstanden und so kam es, dass ich mit ihm durch ganz Niedersachen gezogen und alles Mögliche von Hochzeit bis zu normalen Partys mitbekommen habe und dementsprechen selbst jetzt auch breit aufgestellt bin, was die Musik angeht. In dieser Zeit hab ich viele Leute kennengelernt und so hat alles angefangen. Mit 18 Jahren habe ich einfach mal eine Initiativbewerbung an das La Viva geschickt, in der ich geschrieben habe, dass ich mega Lust aufs DJing habe und schon eine Menge Erfahrung sammeln konnte und das gerne ausbauen würde. Die haben mich netterweise zurückgerufen und gesagt, dass sie jemanden suchen, der schon Ahnung von der Materie hat und noch formbar ist. So legte ich an meinen freien Tagen mit den Resident DJs auf und lernte noch viel dazu. Nach kurzer Zeit bekam ich dann meinen eigenen Termine und war überglücklich. Noch zu meinem DJ-Namen: Ich war total unkreativ was das anging und meine Schwester kam dann auf die Idee aus meinem Nachname Trubitz Truebeatz zu machen.

 

SN: Du legst jedes Wochenende, wenn nicht sogar mehr auf. Welchen Stellenwert nimmt DJing in deinem Leben ein.

Julien: Für mich ist DJing sehr wichtig. Es ist Hobby, Leidenschaft und ein Lebensinhalt, den ich nicht mehr los lassen kann und möchte. Ein Wochenende, an dem ich nicht auflege, ist für mich kein richtiges Wochenende, es fehlt irgendetwas. Ein netter Nebeneffekt ist, dass ich durch die Musik sehr gut mein Studium finanzieren kann. Durchs DJing habe ich außerdem sehr viele Leute kennen gelernt, von denen einige sehr gute Freunde geworden sind. Diese hätte ich durch die Musik alleine nie kennen gelernt, dafür bin ich sehr dankbar.

 

SN: Woher holst du dir deine Inspiration fürs Auflegen? Deine Inspirationsquellen?

Julien: Es gibt eine Menge DJs bzw. Personen, die mich beeinflusst haben und immer noch beeinflussen, wo man für sich immer noch das Eine oder Andere lernen kann. Wenn ich mal frei habe (das kommt nicht oft vor) dann fahre ich gerne in Clubs, die etwas weiter weg sind und schau wie es dort abläuft, um neue Inspirationen zu sammeln. Außerdem zählt das Tomorrowland natürlich auch dazu, wo ich dieses Jahr zum erst Mal war und es hat mich komplett aus den Socken gehauen hat.

 

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SN: Was treibt dich an immer weiter zu machen?

Julien: Die Lust und die Freude am DJing und der Musik und die ganzen Leute, die man kennenlernt und kenngelernt hat. Und natürlich sich immer zu verbessern und weiter zu entwickeln.

 

SN: Du bist in vielen Clubs unterwegs. Liegt dir einer davon sehr am Herzen?

Julien: Natürlich das La Viva und die kleine Schwester Privee, da die beiden mein Anfang waren, mich gut aufgebaut haben und ich dadurch so richtig durchstarten konnte. Das breite und internationale Publikum der beiden finde ich besonders und es macht einfach immer wieder Spaß im La Viva und Privee aufzulegen.
Des Weitern auch das Index in Schüttorf, wo ich ebenfalls regelmäßig auflege. Die 6-Area-große Disco hat unter anderem eine Bar nur aus Eis mit einer Bobbahn. Das sieht man nicht alle Tage.


SN: Welche Veranstaltung, auf der du aufgelegt hast, ist dir am Meisten im Gedächtnis geblieben.

Julien: Auf jeden Fall Halle 7 zur Freimarktszeit, wo ich den aktuelleren Part an der Seite von DJ Toddy übernehme. Wenn sich da ein Track aufbaut und dann knapp 8.000 Leute die Hände in die Luft reißen und anfangen zu schreien, das ist einfach unbeschreiblich und pure Gänsehaut.

 

SN: Sind die Bremer besonders beim Feiern?

Julien: Die Bremer sind beim Feiern echt aufgeschlossen und für vieles offen und machen alles mögliche mit.

 

SN: Für alle Technikaffinen, wie sieht dein Setup aus?

Julien: Ich hab früher noch mit CDs aufgelegt, aber mittlerweile läuft alles auch bei mir mit meinem MacBook und Serato. Am liebsten steuere ich dann mit Vinyl, wenn es nur House ist aber auch mit CDJs

 

SN: Für alle, die sich Input für ihre Playlist wünschen – was sind deine Top 5 Lieder, die auf einer Party immer für gute Stimmung sorgen?

Julien: Meine Top 5 sind momentan:
1.Tujamo - Boneless
2.Mark Bale & David Puentez - Jump Around
3.Kaptn-Ricky Ricardo
4. Vato Gonzalez - Sushi Riddim
5. TJR - Whats Up Suckaz

 

SN: Was treibst du, wenn du mal nicht auflegt?

Julien: Wenn ich mal nicht auflege, studiere ich an der Hochschule Bremen Industrial Management & Engineering, das ist ein Mix aus Wirtschaft, Maschinenbau und Chinesisch, das klingt abgefahren, ist es eigentlich aber auch. Dann beschäftige ich mich natürlich unter der Woche auch viel mit Musik. Die meisten Leute wissen gar nicht, das man sich als DJ auch in der Woche viel mit Musik beschäftigen muss. Mann muss immer die coolste und neuste Mukke haben und viel suchen z.B. bei Soundcloud. Dabei geht leider viel Zeit drauf. Dann verbringe ich natürlich gerne viel Zeit mit Freundin/Freunden. Außerdem bin ich noch sportlich aktiv, um einen kleinen Ausgleich zu haben und wenn ich dann noch Zeit habe, versuche ich zu schlafen.

 

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SN: Was macht Bremen für dich aus?

Julien: Allgemein an Bremen als Stadt finde ich viele Sachen toll. Ich hab vor Bremen auf dem Land gewohnt und genieße es schnell überall zu sein, wie an der Hochschule, in der Stadt oder in den Clubs, wo ich auflege. Bremen an sich finde ich super schick. Die Schlachte, der Werdersee und alles rundherum. Ich bin auch großer Werderfan und versuche mit meiner Dauerkarte jedes Heimspiel zu sehen. Aus Bremen bekommt mich so schnell keiner mehr weg.

 

SN: Für das kommende nächste Jahr, was sind deine Wünsche und was hast du schon geplant?

Julien: Ich möchte versuchen Produktionsmäßig Fuß zu fassen und meine eigenen Tracks zu machen. Natürlich möchte ich mich auch immer noch weiter beim DJing verbessern und mehr Gas geben. Mal schauen, was das Jahr so bringt.

 

SN: Wo können wir dich in nächster Zeit erleben?

Julien: Zur Freimarktszeit bin ich jeden Tag in Halle 7 zu finden. Ansonsten natürlich immer wieder im La Viva und Privee.


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