Shisha-Bars und ihre zunehmende Bedeutung im Nachtleben

  • Von Kai
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Seit geraumer Zeit begegnet man dem süßlichen Duft immer öfter, wenn man durch die Stadt geht. Shisha-Bars prägen zunehmend das Stadtbild und auch das Nachtleben. Was ältere Generationen nur aus ihrem Urlaub aus Antalya oder Ägypten kannten, ist für die heutige Jugend Teil der Freizeitkultur. Nicht erst seit gestern sind entsprechende Lokale in deutschen Großstädten zu finden, die Jahrtausende alte Shisha-Kultur des Orients wird jedoch zunehmen auch in den deutschen Jugend-Alltag adaptiert. Woran liegt das?

Jahrtausende altes Ritual

Das Jahrtausende alte Ritual des Shisha-Rauchens kommt ursprünglich aus Persien, das persische Wort für Glas ist Shisha. Jahrhunderte lang hat sich der Konsum auf die persische und arabische Welt beschränkt. Einwanderer haben diese Tradition seit den 70er Jahren mit nach Deutschland gebracht und verbreitet. Doch lange Zeit qualmten die Shishas nur in den Lokalen entsprechender Landsmänner. Heute hingegen tun es immer mehr junge Deutsche, auch Frauen sind unter den Shisha-Rauchern. Das Klientel zieht sich quer durch die Bevölkerung: Studenten, Sekretärinnen, Büroangestellte oder Unternehmer, in der Regel zwischen 18 und 50 Jahre alt.

Vielfältige Shisha-Gastronomie

Längst schon ist die Shisha-Gastronomie vielfältiger geworden, keineswegs sind sie nicht mehr ausschließlich Männercafés. Shisha Bars werden immer beliebter, in vielen Fällen als Alternative zum Kino oder der Disko. Zwischen 10 und 25 Euro zahlt man für eine Shisha Runde, also Preise, die mit durchschnittlichen Kino- oder Kneipenbesuchen mithalten können. Die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahre hat die Entstehung von Shisha-Bars gefördert. In Ausgeh-Vierteln führt dies zu einer zusätzlichen Bereicherung des bestehenden Angebots. Auch die Shisha für Zuhause ist bei vielen Menschen durchaus beliebt geworden. Doch es gibt nicht die Shisha Bar per Se, auch innerhalb der Shisha-Kultur gibt es Unterschiede. Was alle verbindet, ist die Shisha und der süße Rauch. Man raucht eine Shisha wesentlich länger als eine Zigarette, etwa eine halbe Stunde bis Stunde. Beim Shisha-rauchen geht es um Geselligkeit, "Chillen" und das gemeinsame Zeitverbringen. Man kann prinzipiell zwischen drei Arten von Shisha Bars unterscheiden:

  • Das arabische Kaffeehaus

Ein arabisches Kaffeehaus richtet sich an Menschen, die Shisha im Kontext rauchen wollen, also auf ganz klassische Weise. Alkohol wird in diesen Kaffeehäusern nicht angeboten, Musik läuft wenn überhaupt nur leise im Hintergrund. Häufig laufen auf Fernsehern Videos von arabischen Stars und Sternchen, oftmals wird Backgammon gespielt. Solche Bars kann man auch in Damaskus oder Istanbul finde, die überwiegende Anzahl der Gäste ist männlich und eher die ältere Generation.

  • Kosmopolitische Shisha-Bar

In einer solchen Shisha-Bar wird im Gegensatz zum klassischen Kaffeehaus durchaus Alkohol ausgeschenkt, auch die Musik gleicht die von üblichen Szene-Bars. Das Publikum ist gemischt, sowohl vom Altersdurchschnitt als auch vom Geschlecht. Diese Bars haben bis tief in die Nacht geöffnet und laden somit zum entspannten Shisha-rauchen ein.

  • Orientalische Shisha-Bar

In orientalischen Shisha-Bars wird entgegen des weitläufigen Glaubens durchaus auch Alkohol ausgeschenkt. Diese Art von Shisha Bar richtet sich nicht an die klassischen Kaffeehausbesucher, sondern an das klassische Wochenend-Feier Publikum.

Nicht nur auf Großstädte beschränkt

Nachtschwärmer und Partygänger gehen zu höchst unterschiedlichen Zwecken in eine Shisha-Bar. Während die einen den Abend in einer solchen beginnen und dort vielleicht den weiteren Abend planen, gehen andere nach dem Feiern in eine Shisha Bar, um sich zu erholen und den Abend ausklingen zu lassen. Wieder andere verbringen die ganze Nacht bei Shisha und Getränk in angenehmer Atmosphäre. So unterschiedlich wie das Publikum sind auch die Shisha-Tabak-Sorten. Die Vielfalt der verfügbaren Geschmacksrichtungen ist riesig. Von Apfel über Honig, Minze bis Schokolade-Zimt reicht die Palette, sodass auch jeder Geschmack etwas findet. Mittlerweile hat sich der Shisha-Trend in nahezu jeder Kleinstadt in Deutschlands verbreitet. Shisha-Bars gibt es nicht nur in den Großstädten, auch die ländlichen Gegenden bieten entsprechende Ausgehmöglichkeiten.

Allgemein ist es eher das jüngere Publikum, was angesprochen wird. Dies kann darauf hindeuten, dass sich der Shisha-Konsum in den kommenden Jahren weiter ausbreiten wird. Während die Generation 60+ sich in der regel nicht mehr auf derartig neues einlässt, ist die Bereitschaft unter Jugendlichen wesentlich höher, für viele heutigen Heranwachsenden gehört das Shisha-rauchen beinahe schon zu ihrer eigenen Kultur. Shisha-rauchen ist prinzipiell schon eine Freizeitbeschäftigung an sich geworden. Während wohl niemand auf die Frage: "Was machst du heute?" "Zigarette.", antworten würde, kann man die Antwort Shisha auf diese Frage jedoch immer häufiger hören. Nicht nur Shisha-Bars werden bei der jüngeren Generation immer beliebter, viele holen sich eine Shisha auch nach Hause. So lässt sich ein bisschen Orient auch in die vier eigenen Wände holen und eine ganz besondere Atmosphäre schaffen.

Fazit

Shisha-Bars sind eine willkommene Ergänzung zu bestehenden Ausgeh-Angeboten und Freizeitbeschäftigungen, in Zukunft wird sich die Branche sicherlich noch weiter diversifizieren. Je nach Typ bieten sich unterschiedliche Bars zum gemütlichen Rauchen an. Wer noch nie eine Shisha geraucht hat, kann dies ja mal bei nächster Gelegenheit in einer Shisha-Bar in der Umgebung nachholen.

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