Computerspiele mit vollem Körpereinsatz

  • Geschrieben von Daniel Hornick
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13 Masterstudierende der Digitalen Medien haben für das bekannte Computerspiel „Portal 2“ eine neuartige Steuerung entwickelt. Statt mit Maus und Tastatur sitzend vor dem Monitor können Spieler durch Bewegungen des Körpers stehend, laufend und springend navigieren und in einer Reihe von Testräumen vielfältige Hindernisse überwinden.  

Spannung, Spiel und neue Technologien – Studierende am Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen haben in ihrem halbjährigen Masterprojekt eine neue Steuerung anhand des bekannten Computerspiels „Portal 2“ von Valve entwickelt. Sie verbindet die körperliche Bewegung mit der digitalen Spiele-Welt. „Wir möchten Spieler zur Bewegung animieren. Das Navigieren mit vollem Körpereinsatz soll vom herkömmlichen sitzenden Spielen am Computer weglocken, wo ansonsten gerade mal Maus und Tastatur mit den Fingern bewegt werden“, erläutert Projektteilnehmer Peter Szmidt. „Das macht noch mehr Spaß und ist zudem gut für die Gesundheit.“ Der Projektbetreuer und TZI-Mitarbeiter Benjamin Walther-Franks ist von der Idee und Umsetzung begeistert: „Ich bin sehr stolz auf unsere Studenten. Das Projekt hat sich enorm schnell entwickelt und bietet bereits einen funktionierenden Prototypen. Es ist eine tolle Leistung, gerade wenn man bedenkt, dass die Studierenden erst im Oktober 2012 begonnen haben.“

Der besondere Clou an „sPortal“ ist eine Hängekonstruktion: Der Spieler wird in einen Gehtragegurt gehängt, welcher an der Decke befestigt ist. Der User wird anschließend so positioniert, dass er mit den Füßen den Boden noch berührt, aber nicht mehr komplett stehen kann. Mit Hilfe des Tragegurts konnten die Studierenden das Gehen auf der Stelle realisieren, wodurch sich der Spieler auf eine natürliche Weise im Spiel fortbewegen kann. Begleitet und ins Leben gerufen wurde das Projekt vom Leiter der TZI-Arbeitsgruppe Digitale Medien, Professor Rainer Malaka, sowie den Mitarbeitern Benjamin Walther-Franks und Dirk Wenig.

Achtung Redaktionen: In der Uni-Pressestelle kann ein Foto zum Thema angefordert werden.

Weitere Informationen sowie Videos unter: http://informatik.uni-bremen.de/sportal

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