Alles vernetzt! Die Zukunft der Kommunikation

  • Geschrieben von Daniel
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Alles vernetzt! Die Zukunft der Kommunikation Foto: spacejunkie / photocase.com

Im Jahre 2050 wird es Millionen selbstfahrende Autos geben, sagen Prognosen. Städte werden sich vollautomatisch an ihre Bewohner anpassen, und unsere Häuser werden vermutlich besser wissen, was wir brauchen und wann wir es brauchen, als wir selbst. Und der Schlüssel zu all diesen Technologien heißt: Kommunikation. Diese soll möglichst so schnell wie das Licht sein, keine Engpässe kennen und dabei auch noch energieeffizient und nachhaltig sein. Wo stehen wir heute? Welche Ansätze und Ideen gibt es schon? Und was muss noch gelöst werden? Ist das überhaupt möglich? Welche Alternativen haben wir?
Diesen Fragen wird Professorin Anna Förster von der Universität Bremen in einem Vortrag am 16. Januar 2018 um 19 Uhr im Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4-5, nachgehen. Die Veranstaltung findet im Rahmen einer vom VDE Bezirksverein Nord-West (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.) organisierten Reihe statt, in der sich die Elektrotechnikinstitute der Universität Bremen mit ihrer Forschung einem breiteren Publikum vorstellen. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Forschung für eine vernetztere und smartere Welt

Professorin Anna Förster leitet den Lehrstuhl für Nachhaltige Kommunikationsnetze am Institut für Telekommunikation und Hochfrequenztechnik der Universität Bremen und widmet sich in ihrer Forschung vor allem dem Bereich der selbst-organisierenden Netzwerke. Dies sind einerseits so genannte Sensornetze, bei denen sich eine Reihe von kleinen, selbstständigen Knoten per Funk miteinander verbinden und ein autonomes Netz bilden. Andererseits sind es aber auch opportunistische Netze, die Endnutzer-Geräte wie beispielsweise Smartphones ohne Mobilfunk oder WLAN miteinander verbinden.

Solche Netze sind in verschiedenen Szenarien sehr nützlich, in denen der Mobilfunk oder andere Kommunikationsinfrastrukturen überlastet, nicht zugänglich, zu teuer oder eben beschädigt sind. Nachhaltige Kommunikationsnetzwerke haben dabei eine Doppelbedeutung: es geht darum, jegliche drahtlose Kommunikation langlebig und energieeffizient zu gestalten. Gleichzeitig ermöglichen solche Netzwerke Nachhaltigkeit in anderen Gebieten wie beispielsweise im Smart City Kontext oder in der Landwirtschaft. “Eine schnelle, drahtlose und zuverlässige Kommunikation, die auch unter Extrembedingungen funktioniert, ist der Schlüssel für alle Zukunftsentwicklungen, seien es intelligente Stromnetze, Roboter oder autonome Fahrzeuge”, erklärt Anna Förster.

Von der Unternehmensberatung an die Universität

Anna Förster hat bis 2004 Informatik und Raumfahrttechnik an der Freien Universität Berlin studiert. Danach wechselte sie für eine Weile den Bereich und arbeitete als Junior Beraterin bei McKinsey & Company, bevor sie in die Schweiz zog. Ihre Promotion an der Universität Lugano schrieb sie über selbst-organisierte Sensornetzwerke. Von 2010 bis 2014 war sie zuerst an der Universität Lugano, später an der Fachhochschule der italienischen Schweiz als Forscherin und Dozentin tätig. 2015 kam sie als Professorin an die Universität Bremen und leitet dort im Fachbereich Physik/Elektrotechnik die Arbeitsgruppe für Nachhaltige Kommunikationsnetzwerke.

Quelle: Universität Bremen - Foto: spacejunkie / photocase.com

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