Tumultartige Szenen im Umfeld einer Großfamilie

  • Von Daniel
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polizei 974410 1920Bild von TechLine

In Vegesack kam es am Montagabend zu einem Polizeieinsatz im Umfeld einer Großfamilie bei der es eine Auseinandersetzung gab. Im Verlauf wurde eine Frau von einem Auto mitgeschleift und ein Polizist verletzt. Dabei gerieten zunächst mehrere Frauen aneinander. Hintergrund der Auseinandersetzung soll die Beziehung einer 20-jährigen Beteiligten mit einem verheirateten Mann gewesen sein.

Zunächst sollen nur Beleidigungen ausgetauscht wurden sein, als dann zwei Damen mit einem Auto davon fahren wollten, rissen die Ehefrau, die Schwester und die 63 Jahre alte Mutter des Ehemannes die Türen auf und zogen den Insassen an den Haaren. Aus Angst setzte die Fahrerin zurück und schleifte dabei die 63-Jährige, die von der Tür getroffen wurde, einige Meter mit. Das Duo flüchtete zunächst mit dem Wagen, wurde aber von weiteren verständigten Familienmitgliedern mit anderen Fahrzeugen eingekeilt und gestoppt. Die 20-Jährige rannte weg, ein 43 Jahre alter Mann verfolgte sie. Ein Polizist eitle wiederum dem 43-Jährigen hinterher. Dieser drehte sich dabei um, schlug dem Verfolger mit der Faust ins Gesicht und suchte Schutz in einer Menschenmenge von etwa 30 bis 40 Personen. Die Polizei zog starke Kräfte nach und nahm den Schläger vorläufig fest.

Die 63-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Der 34 Jahre alte Polizist musste in einem Klinikum ambulant behandelt werden. Die weiteren Beteiligten erlitten nach derzeitigem Kenntnisstand nur leichte Verletzungen, wie herausgerissene Haare und Kratzwunden.

Alle Beteiligten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und der Durchführung von so genannten Gefährderansprachen entlassen. Es wurden u. a. Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und einer Verkehrsunfallflucht gefertigt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter 0421 3623888 entgegen. Die Polizei Bremen duldet keine rechtsfreien Räume und wird die Verantwortlichen konsequent verfolgen.

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