EILMELDUNG: Bremen untersagt Großveranstaltungen

  • Von Daniel
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AKTUELL: Der Bremer Senat hat aktuell alle Großveranstaltungen ab 12.03.2020 bis 26.03.2020 in Bremen ab 1000 Personen untersagt. Demnach wird das nächste Werder Heimspiel ohne Zuschauer stattfinden oder verschoben werden. Für die Osterwiese steht aktuell noch keine Entscheidung an. Man möchte sich hier für eine Entscheidung etwas länger Zeit nehmen. Das Ordnungsamt Bremen erlässt eine Allgemeinverfügung zur Absage aller Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen. Entscheidungen dazu sollen aber immer gemeinsam getroffen werden. Märkte / Wochenmärkte können ggf. davon auch betroffen sein. Damit möchte man in Bremen den Prozess der Verbreitung des Covid19 Virus zu verlangsamen.  Veranstaltungen ab 250 Personen müssen Auflagen erfüllen (Festhalten von Besucher-Daten könnten hier möglich werden) (Link zur Allgemeinverfügung aus Bremen: Link)

Tagesaktuelle Informationen vom Bundes Gesundheitsministerium 

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html?fbclid=IwAR2IUFtFJy6RIlRCpVdgSiHDVwXS5K5qPntONJMsiM3zCgzEbIwJCHvqVVs

Statements von Veranstaltern dazu

Werder Bremen: WERDER GEGEN LEVERKUSEN WIRD EIN GEISTERSPIEL.

Werner Gerdes (Aladin): Wir warten nun erstmal mit kühlem Kopf die Verfügung vom Bremer Senats ab, werden aber in jedem Fall die Gästezahl auf maximal 1000 beschränken. 

Tim Meister (ehmaliger Club Betreiber in Bremen): Prävention ist das richtige Mittel und dafür gibt es viele Gründe. Oftmals gibt es harsche Kritik für das Vorgehen der Politik und den Behörden. Es ist jedoch absolut positiv zu bewerten, dass so schnell und zeitnah gehandelt wird. Das Coronavirus sollte nicht unterschätzt werden. Ein Verbot ab einer Veranstaltungsgröße von 1000 Gästen ist eine faire Lösung für alle Beteiligten. So können kleine bis mittlere Veranstaltungsstätten wie der Diskothekenbetrieb, Konzerte und öffentliche Versammlungen weiterhin durchgeführt werden. Es muss berücksichtigt werden, dass größere Veranstaltungen auch ein entsprechend größeres Einzugsgebiet generieren. Hierdurch vergrößert sich das Ansteckungsrisiko. Die Behandlungskapazitäten in diesem Land reichen einfach nicht aus, um alle Infizierten gleichzeitig zu behandeln. Aus wirtschaftlicher Sicht kann das Vorgehen für einige Großveranstalter einen sensiblen Schaden anrichten. Dies betrifft weite Teile der Veranstaltungsbranche. Externe Unternehmen wie Messebauer, Veranstaltungsservice, Sicherheitsfirmen und Personaldienstleister werden betroffen sein. Trotzdem gilt es die Epidemie soweit wie möglich einzudämmen. Die Gesundheit hat Vorrang.

Jan Kulke (Betreiber Nff Club): Wir verfolgen die rasanten Entwicklungen mit Sorge und hoffen einfach nur, dass wir weiterhin geöffnet bleiben dürfen! Bei diesen sich stetig zuspitzenden Neuigkeiten kann einfach niemand aktuell prognostizieren, wie es weitergeht..

Dennis Rissmann (Veranstalter & Barbetreiber): Prävention ist gut, diese Entscheidung spiegelt aber nur die Ratlosigkeit der Politik wieder. Ob einer Veranstaltung nun 950 oder 1001 Gäste hat spielt keine Rolle für das Infektionsrisiko. Dies verunsichert die Menschen in Bremen und umzu nur noch mehr und wird weiter dazu beitragen, dass der Einbruch der Besucherzahlen fortschreitet. Für uns Gastronomen und Veranstalter ist dies eine ernsthafte Bedrohung geworden. 

Modernes:  Wir fallen zwar unter diese Grenze, da zeitgleich weniger als 1000 Gäste ins Modernes passen, müssen unsere Veranstaltungen allerdings bei der Behörde anmelden. Das Ordnungsamt will die Veranstaltungsmeldungen zwischen 250-999 Personen individuell prüfen und mit Auflagen versehen.

Auf Nachfrage wurden wir auf den morgigen Tag vertröstet, da man selbst noch keine konkreten Aussagen zu dem Thema machen könne. Folglich wissen wir auch nicht, ob die Auflagen im Modernes überhaupt umzusetzen sind. Es bleibt also vorerst abzuwarten, ob wir unsere Türen in dem besagten Zeitraum öffnen dürfen. Wir drücken die Daumen, bleiben dran und informieren euch über den weiteren Verlauf!

Veranstalter FKPScorpio (u.a. Hurricane): Die Gesundheit und Sicherheit unserer Gäste, Künstler und Mitarbeiter haben oberste Priorität, weshalb wir die Empfehlung der Politik und Entscheidung der Behörden nachvollziehen können. Dennoch bedauern wir es für unsere Kunden, dass zahlreiche Konzerte und andere lang herbeigesehnte Veranstaltungen erst einmal verschoben werden müssen. Deshalb richten wir jetzt all unsere Aufmerksamkeit darauf, transparent zu kommunizieren und möglichst schnell Ersatztermine zu finden. Wo das nicht möglich ist, sorgen wir für einen reibungslosen Ablauf der Rückerstattung. Bitte habt Geduld, wenn ihr in Einzelfällen länger auf eine Antwort warten müsst. Ihr könnt euch sicher sein, dass wir alles tun, um all unseren Gästen möglichst schnell zu helfen.

Silvia Czaja, Shagall: An den fünf Tagen in der Woche die wir geöffnet haben erreichen wir selten am Freitag aber auf jeden Fall am Samstag eine Gästezahl von mehr als 250 Personen. Insofern werden wir den Samstag beim Ordnungsamt entsprechend anmelden. Für alle anderen Tage sehen wir im Moment keine Einschränkungen. Wir hoffen natürlich baldmöglichst auf eine Entspannung der Situation.

Abgesagte oder verschobene Veranstaltungen / Konzerte (LIVE)

  • AnnenMayKantereit Konzert am 12.03.2020 in der ÖVB Arena (abgesagt)
  • 90er Party am 04.04.2020 in der ÖVB Arena (verschoben)
  • Aladin - Alle Termine bis Karfreitag gestrichen
  • Metropol Theater - alle Spieltermine bis 26.03. gestrichen
  • Arena Ihlpohl geschlossen bis auf weiteres
  • Ta Töff bis auf weiteres geschlossen
  • Lord of the Dance 28.03.2020 im Metropol Theater (wird verschoben)
  • Pink Lemon Party in der Kantine 5 (abgesagt)
  • Klangwelten (verschoben auf den 07.11.2020)
  • KlubNacht im Aladin (absagt)
  • Fricke Party (verschoben)
  • James Blunt in Hamburg & Hannover (vorerst abgesagt)
  • Abi Party 1.0 in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck (abgesagt)

Absagen / Verschiebung im Metropol Theater Bremen: https://metropol-theater-bremen.de/service/abgesagte-und-verlegte-events/

Wichtig: Nicht von der neuen Regelung betroffen sind Schulen und Kindergärten in Bremen. Auch Orte wie der Bremer Hauptbahnhof oder Einkaufszentren wie der Weserpark sollen weiter geöffnet bleiben. 

Auch in der Regio Hannover gilt ein ähnliches Verbot

Der Veranstalter Hannover Concerts (HC) hat sich am Abend geäußert. Das Statement von HC: „Wir werden versuchen, die betroffenen Veranstaltungen nach Möglichkeit nachzuholen. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit. Sofern die Veranstaltung abgesagt werden muss, können die Tickets an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.“ Das heißt, zur Zeit noch nicht – eine Ticketrückgabe ist bis zur endgültigen Absage nicht möglich. Auf der Homepage des Veranstalters werden die Veranstaltungen genannt, die vom Verbot betroffen sind.

Regio Hamburg

Hamburg hat nun heute auch alle Großveranstaltungen ab 1000 Personen untersagt.  

Für Veranstalter

Für öffentliche wie nichtöffentliche Veranstaltungen sowie sonstige Menschenversammlungen mit einer Teilnehmerzahl unter 1.000 Personen gelten zunächst für den Zeitraum 12. März 2020 bis einschließlich 26. März 2020 die folgenden Auflagen:

a. Es muss eine dem Infektionsrisiko angemessene Belüftung des Veranstaltungsortes gewährleistet sein.

b. Es müssen ausreichende Möglichkeiten der Händehygiene (Toilettenraume mit Handwaschbecken, Flüssigseife und Einmalhandtüchern) vorgehalten werden.

c. Die Teilnehmenden müssen vor und während der Veranstaltung aktiv über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Händehygiene, Abstand halten und Husten- und Schnupfenhygiene informiert werden.

Die Veranstalter nichtöffentlicher Veranstaltungen mit über 250 Personen müssen ab 12. März bis 26. März 2020 die Veranstaltung beim Ordnungsamt Bremen (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) anzeigen. So wird das Amt in die Lage versetzt, von jeglichen Veranstaltungen, bei denen ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, Kenntnis zu erlangen, um ggf. die Veranstalter und Teilnehmenden über präventive Möglichkeiten der Minimierung der Gefahren einer Infektion informieren oder ggf. beschränkende Maßnahmen anordnen zu können.

Wir halten euch auf dem Laufenden (letztes Update 12.03.2020 - 17:48 Uhr).

Bildnachweis: ts-grafik.de / photocase.com

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