#WhatWeDoAtNight

  • Geschrieben von Daniel Hornick
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Blank & Jones überraschen nach acht Jahren mit einem neuen Electronica-Album, das Clubfeelings versprüht. Über Nacht veröffentlichten sie zu Jahresanfang den Titelsong „#WhatWeDoAtNight“. Piet und Jaspa beschreiben den Sound als „Adult Electronica“, was den Nagel auch auf den Kopf trifft. Sie verzichten komplett auf Vocals und erfinden sich ein weiteres mal neu.

Nachdem sie zwischen 1999 und 2002 vier wegweisende Club-Alben veröffentlicht hatten, merkten sie, dass elektronische Musik klaren Regeln folgt, wenn man die Menschen zum Tanzen bringen will. Um nicht in Routine zu verfallen, beschäftigten sie sich auf den Alben „Monument“ und „The Logic Of Pleasure“ erfolgreich mit klassischen Songwriting-Strukturen und loteten mit den „Relax“-Alben die Welt der Ambient und Chill Out Musik aus. Sie unternahmen sogar Ausflüge in den Jazz oder wie im letzten Jahr in die Kirchenmusik bzw. Modern Classical mit ihrem Soundtrack „DOM“ zu den Konzerten im Kölner Dom.

Natürlich würde es jetzt naheliegen, von „Back To The Roots“ zu sprechen, aber genau das ist das neue Album gerade nicht. Blank & Jones blicken selten zurück, sondern am liebsten nach vorne. Über einen Zeitraum von zwei Jahren entwickelten sie den Sound und fühlten sich besonders nachts zu den Produktionen inspiriert.

Der Fokus lag nicht auf dem Dancefloor, obwohl alle Tracks extrem Tanzbar sind, sondern Piet & Jaspa wollten ein Werk schaffen, das man eben besonders nachts fühlt. Man muss sich darauf einlassen, dann entfalten die Songs, die selten unter 7 Minuten laufen, ihr ganze Wucht und Schönheit. Es sind fast Hörspiele, die ohne Sprache auskommen, sondern der Energie der Musik freien Lauf lassen. Die Tracks verfügen über diese einzigartige Mischung aus Euphorie und Melancholie, wie es eben nur Blank & Jones Hymnen können. Mit Gänsehaut und Tränen in den Augen reißt man die Arme in die Luft und tanzt die ganze Nacht. Genau das macht Trance Musik aus und genau das liefern Blank & Jones auf „#WhatWeDoAtNight“ in Perfektion.

Foto: Andy Kaufhold

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