Vorstellung: ROSY DAZE aus Bremen

  • Geschrieben von Daniel Hornick
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Rosy Daze Farbe1 Sue Wetjen Fotografia

Be Longing ist das Debütalbum des Bremer Duos Rosy Daze. Silke und Marc Gutzeit stellen ihre Musik zwischen Americana-Flair und Popsensibilität auf – und schaffen Songs, die ebenso mit emotionaler Kraft wie kompositorischer Qualität überzeugen. Zudem beeindrucken Rosy Daze mit feinen zweistimmigen Gesängen, deren außerordentliche Sensibilität nicht von ungefähr kommt: Silke und Marc Gutzeit sind ein Ehepaar.
„Be Longing“ folgt der 2010 erschienen EP „The Minute You Met“. Waren Rosy Daze auf letzterer noch ein akustisches Duo, gewannen sie für den Longplayer befreundete Bremer Musiker als Weggefährten. Gemeinsam schufen sie für „Be Longing“ einen großen, hell schimmernden und doch geerdeten Sound.

Wer sich gut kennt, macht zusammen bessere Musik. Das gilt insbesondere für Verheiratete. Die großen Ehepaare der Musikgeschichte haben alle etwas gemeinsam – eine große Intimität, ein sensibles musikalisches Gespür und einen eigenen künstlerischen Ausdruck. Victoria Williams und Marc Olson schufen in der Wüste zu Joshua Tree tolle Americana-Alben, Julie und Buddy Miller beglückten dieselbe Szene mit wunderschöner Musik. Ein paar Jahrzehnte vorher waren es zum Beispiel Johnny und June, Sonny und Cher, Ike und Tina.

Auch Rosy Daze haben einen Trauschein. Silke und Marc Gutzeit aus Bremen strahlten schon auf ihrer Debüt-EP, „The Minute You Met“, eine große Vertrautheit aus, die man bei nur gelegentlichem Musikmachen nicht entwickeln kann. „Natürlich gibt es so etwas wie ein blindes Verständnis zwischen uns“, sagt Silke Gutzeit, „wir teilen ja nicht nur unsere Songs, sondern unser ganzes Leben. Was uns passiert, passiert uns beiden. Das drückt sich auch in den Songs aus.“

Konnte man Rosy Daze auf „The Minute ...“ noch relativ leicht dem Americana-Lager zuordnen, öffnet sich auf dem ersten Longplayer, „Be Longing“, ein weiterer Horizont. Zum Beispiel, weil Rosy Daze ihre Songs hier mit großen, stilistisch fein justierten Arrangements inszenieren. Da ist noch der Americana-Sound der ersten Tage, doch es mischt sich auch eine deutlich hörbare Popsensibilität in das Repertoire. „Vieles in diesen Liedern dreht sich darum, seinen Frieden mit sich selbst zu machen und die Vergangenheit loszulassen“, erklärt Sängerin, Pianistin und Gitarristin Silke Gutzeit, „aber es geht auch um Aufbruch, um das Neue – und darum, dass uns das Vergangene nicht ewig halten kann.“

ROSY DAZE (D)
www.rosydaze.de

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Schlagwörter Bremen Musik Popmusik Dou

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