HYENAZ

  • Geschrieben von Daniel Hornick
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Nie statisch, immer im Fluß: Das elektronische Duo HYENAZ bezeichnen ihre Musik als den Saft, der in ihren Körpern fließt. HYENAZ (Mad Kate & XIL) verstehen elektronische Musik und Performance als Instrument zur politischen und persönlichen Transformation. In ihrem selbstbetitelten Debut-Album "Hyenaz" (2014) manifestieren die Beiden sich als Transgender Humanoide, die an den Rand der Apokalypse gespült werden, dorthin wo nur noch Gebäudekörper und Identitätskonzepte als Überbleibsel der Zivilisation vorhanden sind.

ControlClub3 photocredit Valeriu Catalineanu

Spiegelungen dieser Fantasiebilder sind die Praktiken, die sie für ihre Musik und ihre Performance einsetzen - intensive Feldaufnahmen aus ihrer Umgebung werden in klangliche Landschaften verwandelt, die sowohl zackig als auch üppig klingen. Ihr zweites Album "Critical Magic 비평 적 마술" (2016) klingt mystisch und wild zugleich. Für "Critical Magic 비평 적 마술" verwenden Hyenaz postmoderne Spiritualität und koreanische SchnittTechniken, um ein Werk zu schaffen, das klanglich erfrischt: ein experimentell elektronisches Dance-Album, das die Hörenden verzaubert.

Das Live-Erlebnis bei HYENAZ ist eine eindringliche Reise in die rohe Kraft des physischen Körpers, visionäre Kostümierung und digitale Kunst und schiebt das elektronischen Klangerlebnis in Gebiete weitgehend unentdeckt von anderen Musiker*innen. "Unsere Alben werden in eine klangliche Atmosphäre gegossen, die für sich alleine steht. Sie wird in den Kontext der Zuhörenden integriert - das Erlebte wollen wir nicht kontrollieren", sagt Mad Kate in Reaktion darauf, wie Hyenaz’ Musik rezipiert wird. "Das LiveErlebnis ist jedoch reines Potenzial für die Transformation und physikalische Wechselwirkung. Wenn sich nur eine Person bewegt fühlt, wissen wir, dass wir einen kleinen Einfluss hatten dazu eine Grenze zu überbrücken zwischen uns selbst und anderen.“

"Wir begegnen unserem Publikum nicht nur klanglich, sondern physisch", sagt XIL, "und hoffen, dass unsere Zuhörenden beginnen können, tiefe kulturelle Trauma zu heilen, die in unseren Körper und Geist in gewebt sind. Wir sehen besonders die Chaosmagie als ein Paradigma, das eine rituellen Handlungsrahmen für uns mit unserer Identität als queere, postkapitalistische, freie, pazifistische Künstler*innen darstellt. Wir kämpfen gegen die Teilung von Körpern und hoffen diese Grenzen durch unsere Musik und unseren kulturellen Output zu überwinden“

HYENAZ haben bereits mehrfach für Peaches als Opener gespielt. Peaches nennt die Beiden ein "Performance-Monster Duo" (The Guardian, 2015). 2016 waren Hyenaz Teil des von Peaches kuratierten Sled Island Music and Arts Festival in Kanada. Hyenaz waren darüber hinaus Support für Telepathe, Planningtorock, Bonaparte, spielten live im Berliner Berghain und tourten die Welt von South by Southwest Music Festival in Austin, Texas bis zum Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, Seoul MIDIFestival Shanghai. Zuletzt veröffentlichten Hyenaz einen Remix von Paula Temples Track "Gegen", um Geld für Berliner Asylbewerber/innen einzuspielen.

www.soundcloud.com/springstoff/sets/hyenaz-critical-magic/s-Ti7Qc


Photo by Valeriu Cataline

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