Genau

  • Geschrieben von Daniel Hornick
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Wanice 3481

Brasilianischer Swing mit seinen afrikanischen Wurzeln und Einflüssen des zeitgenössischen Klimas Berlins. GENAU, Wanice's zweites Album, ist eine Entdeckungsreise durch neue Wertigkeiten und Klangwelten. Die Titelmusik "GENAU" spiegelt eine der ersten Erfahrungen hinsichtlich der kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Brasilien (in Deutschland muss alles 'genau' sein) in Form eines lustigen Elektro-Afro-Samba wieder.

In der gleichen Syntonie folgt "PIRIGUETE", auf Deutsch gesungen, wo sie die Bedeutung des populären Begriffes “Mulheres piriguete” erläutert. Zum Abschluss der ersten Trilogie zeigt "SAMBA e FRIO" ihre ersten Erfahrungen mit dem harten Winter in Berlin und wie sie diese Zeit mit ihrer “Karnevalsmentalität” ÜBERWAND.

Die CD, die in beiden Ländern aufgenommen wurde besteht aus zwei Teilen. Die von dem Australier Chris Lastelle produzierte Elektro-Trilogie mit Schwerpunkt Congas und afrikanische Perkussion und kühnen Arrangements des französischen Cellisten Nicolas Fahy – dann die zweite Etappe, die sich auf die Wiederentdeckung der reichen brasilianischen Rhythmen (Baiao, Milonga, Bossa) aus dem zeitgenössischen Blickwinkel des deutschen Produzenten J. Suchy gemeinsam mit der nordischen Perkussion des Musikers Holger Mertin ergibt. Die Verbindung germanischer Perkussionsinstrumente mit brasilianischen Melodien sind eine völlig neue Erfahrung, sehr ähnlich vielen New-Age-Schöpfungen, zum Beispiel in dem wunderschönen Lied "AMOR DEMAIS".

Die Stücke "CANAVIAL" und "MILONGA PESSIMISTA" sind eine Wiederbegegnung mit den Festivals der Siebziger Jahre und deren besonders dramatischen Arrangements. Die CD "GENAU" überrascht außerdem mit einer Bossa Nova-Version der von Heinrich Heine verfassten Ballade "LORELEY". Und schließlich wiederentdecken "VILA MADALENA" und "CAPOEIRA" das für traditionellen Samba charakteristischen Vergnügen starke Kompositionen zu genießen.

Der größte Teil der Kompositionen ist Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit zwischen WANICE und ihrem Landsmann ADAO ROZA, Musiker und Komponist, Gewinner von verschiedenen Festivals in Brasilien.

Im gesamten Album schafft Wanices kräftiger, sinnlicher Mezzo-Sopran Interpretationen voller Gefühl und Poesie mit originellen Melodien, die von ihrer lateinamerikanischen Vitalität überquellen.

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