Jodel – von ‚Leukämie‘ und unerwartetem Beistand

  • Geschrieben von Fenken
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Über Jodel haben wir bereits im letzten Jahr berichtet. So heißt die App, die die Social Media Welt zum Lachen bringt. So finden sich fast täglich auf den unterschiedlichsten Kanälen die lustigsten und besten Jodel aus dem verrückten Alltag eines Jedermanns. Eine App, die es ermöglicht anonym Dinge zu posten, die jeder in der Umgebung lesen und via Kommentare oder Likes bzw. Dislikes bewerten kann. Ein anonymer Freiraum der den Nutzern dieser App die Möglichkeit eröffnet Fragen zu stellen, die man sonst nicht stellen mag, aus dem Alltag lustige Situationen zu teilen oder mit Fremden über Banales bis hin zu Wichtigem zu diskutieren. Doch auch tiefe Sorgen und Ängste finden hier seine Zuhörer ....

Von vielen kritisch betrachtet und von so einigen ausgenutzt, finden sich doch auch hier die schönen Aspekte einer Gemeinschaft. So ‚jodelte‘ zum Beispiel vor gut 2 Wochen spät am Abend eine Jodlerin, sie säße in der Notaufnahme mit Verdacht auf Leukämie. Ein Post, bei dem einem das Blut in den Adern gefriert. Doch ist man in einem so schrecklichen Moment allein, bietet diese Plattform genügend Platz und wunderbare Menschen für den richtigen Beistand. So auch in diesem Fall. Innerhalb kürzester Zeit kommentieren knapp 100 Leute diesen schrecklichen Verdacht mit lieben Worten und anonymen Beistand. Mehrfach boten Jodler aus der Umgebung an vorbei zu kommen, damit sie nicht alleine sei in einer solchen Situation. Eine wahrhaft schöne Geste, wenn man bedenkt, dass man sich doch eigentlich völlig fremd ist.

Die Reaktionen der Lesenden waren einfühlsam, verständnisvoll und bis hin zur endgültigen Diagnose – die sich leider als positiv herausstellte - wurde sie von allen Mitfiebernden unterstützt und im Rahmen des möglichen begleitet.

Die Reaktionen der darauffolgenden Wochen waren überragend. Immer mehr Jodler posteten Bilder von einer Registrierung beim DKMS und auch die Betroffene selbst hielt alle auf dem Laufenden. Letztendlich bedankte sie sich für die Unterstützung der ersten Schockmomente, indem sie ihre unzähligen anonymen Begleiter auf einen Drink (oder zwei,- man weiß es nicht) im Bremer Viertel einlud.

Auch ihr könnt euch mit wenig Aufwand als Spender registrieren lassen und innerhalb weniger Minuten etwas Gutes tun. Unter https://www.dkms.de/de findet ihr hierzu alle wichtigen Informationen.

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