Vertrag mit Bremer Rennverein gekündigt

  • Geschrieben von Daniel Hornick
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Die WFB Wirtschaftsförderung Bremen hat heute (15. Dezember 2016) wie angekündigt, den Pachtvertrag mit dem Bremer Rennverein außerordentlich zum Ende des Jahres 2018 gekündigt. Voraussetzung für die Kündigung des ursprünglich bis Ende 2020 befristeten Vertrages war der politische Beschluss, dass Bremen die Flächen der Rennbahn insbesondere für den Wohnungsbau nutzen will. Dieser Beschluss war im vergangenen Monat von der dafür zuständigen Deputation für Umwelt, Bau und Verkehr gefasst worden.

rennbahn vahr

Dabei kann man immer noch nicht glauben, dass es hierzu keine Alternativen gibt. Eine solche Tradition aufzugeben - man merkt leider immer wieder, das sich Bremen langfristig selbst abschaffen wird. Zu kurz gedacht!

Das 36 ha große, im Hemelinger Ortsteil Sebaldsbrück gelegene Gelände, wurde seit 1875 für den Pferderennsport genutzt; der Innenbereich des Rennbahngeländes im Jahr 2006 zu einem Golfplatz umgestaltet. Das Plangebiet umfasst zudem eine am Nordrand gelegene öffentliche Grünanlage mit einem direkten Bezug in die Neue Vahr.

Wirtschaftssenator Martin Günthner betonte, dass die Umwidmung der Flächen für den Wohnungsbau angesichts der Situation auf dem Wohnungsmarkt zwingend gewesen sei: "Es ist verständlich, dass Anhänger dieses Sports die Kündigung mit Wehmut und Bitterkeit kommentieren. Angesichts des stark nachgelassenen Interesses an der Sportart und der offensichtlichen Schwierigkeit diese wirtschaftlich zu betreiben, ist diese Entscheidung gut begründet."

Bausenator Joachim Lohse erinnerte daran, dass die Rennbahn ein sehr großes innerstädtisches Entwicklungsgebiet ist. "Gemeinsam mit dem Wirtschaftsressort werden wir jetzt die Voraussetzung für ein urbanes, modernes und nachhaltiges Stadtquartier schaffen."

Unglaublich, wenn man sieht viele Freiflächen es in Bremen noch gibt, und wie man auch vielleicht mit Niedersachen zusammen andere Lösungen finden könnte.

Der konkrete Planungsprozess wird jetzt trotzdem vorbereitet und in mehreren Schritten durchgeführt. Die Öffentlichkeit wird dabei umfassend einbezogen. Dies betrifft die Machbarkeitsstudie, das städtebauliche Leitbild und den daraus zu entwickelnden Bebauungsplan. Die genauen Abläufe werden im weiteren Verfahren konkretisiert.

Die Ideenwerkstatt soll im Frühjahr des kommenden Jahres starten, der Bebauungsplan wird im Jahr 2018 erarbeitet.

Die Nutzung des Rennbahngeländes ist weiterhin möglich. So kann der Rennverein auch im kommenden Jahr Renntage durchführen.

Der mit dem Golfclub im Jahr 2006 abgeschlossene Vertrag über die Nutzung eines 15 ha großen Areals läuft noch bis zum Jahr 2034. Gespräche über eine mögliche vorfristige Beendigung des Vertrages werden zum geeigneten Zeitpunkt aufgenommen.

Traurig liebes Bremen, traurig.

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