Universität Bremen wird Partner bei einem der größten Forschungsvorhaben zur Energiewende

  • Geschrieben von Daniel Hornick
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Die Universität Bremen ist Partner bei dem zukunftsweisenden Forschungsvorhaben „Energiewende-Navigationssystem“ (ENavi). Es ist eines von vier Kopernikus-Projekten, der bislang größten Forschungsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Energiewende. ENavi untersucht die Frage: „Wie müssen die vielen Elemente eines zukünftigen erneuerbaren Energiesystems zusammenspielen, damit Haushalte und Industrie immer versorgt sind und die Klimaziele erreicht werden?“ Die Transformation der Energieversorgung hat Auswirkungen auf eine Vielzahl miteinander vernetzter und gegenseitig abhängiger Systeme: Technische Systeme, die organisatorischen, politischen und sozialen Strukturen sowie das Verhalten von Unternehmen, Konsumenten und Bürgern bestimmen die zukünftige Stabilität und Qualität der Energieversorgung. 

Universität Bremen wird Partner bei einem der größten Forschungsvorhaben zur Energiewende

Mehr als 40 Universitäten und Institute beteiligt

Geleitet wird ENavi vom Institute for Advanced Sustainability Studies (Institut für Nachhaltigkeitsstudien) Potsdam. Mehr als 40 Universitäten und Forschungsinstitute, nahezu alle wissenschaftlich relevanten Akteure der Energieforschung, sind beteiligt. An der Universität Bremen arbeitet das Fachgebiet „Resiliente Energiesysteme“ im Fachbereich Produktionstechnik mit. „Der Anteil meines Fachgebietes ist gemessen am Gesamtprojekt zwar klein, aber strategisch sehr wertvoll, da wir zu den wenigen Experten für Resilienz im System gehören“, sagt Professor Stefan G. Reisemann, Leiter der Arbeitsgruppe. Die Resilienz eines Systems beschreibe seine Fähigkeit, auch unter massivem Stress und inneren oder äußeren Störungen noch seine Leistung aufrecht erhalten zu können. Nach einem Zusammenbruch kann ein resilientes System, eventuell auch in einer neuen Konfiguration, schnell wieder seine Leistungsfähigkeit aufbauen.

Welche Aufgaben hat die Universität Bremen bei ENavi?

Im Projekt ENavi wird das Fachgebiet Resiliente Energiesystem die Bewertung der Resilienz von möglichen zukünftigen Energiesystemen erarbeiten. Die Resilienz tritt dabei als grundlegende Forderung an das Energiesystem heran, gleichberechtigt neben den Bewertungsdimensionen Effizienz, Effektivität und Fairness. Zusammen mit der Nachhaltigkeit ergibt sich daraus im Projekt eine Bewertung für zukünftige Energiesysteme und den Weg dahin. Als Ergebnis soll ENavi dann Optionen entwickeln, wie sich die verschiedenen Energiesektoren (Strom, Wärme, Gas, Kraftstoffe) gemeinsam in einer gesellschaftlich akzeptierbaren und nachhaltigen Art und Weise entwickeln lassen, um so den Klimaschutz und den Aufbau einer erneuerbaren Energieversorgung voranzubringen. Das Fachgebiet wird dabei seine Expertise zu technischen und organisatorischen Resilienzoptionen und seine Erfahrung in der Technikbewertung einbringen. In diesen Bereichen hat sich das Fachgebiet Resiliente Energiesysteme in den letzten Jahren eine exponierte Stellung in der deutschen Forschungslandschaft erarbeitet, sichtbar zum Beispiel an der Beteiligung im Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft" (AG Risiko und Resilienz) und der Herausgabe einer Sonderausgabe der Zeitschrift Energies zu „Resilience of Energy Systems", die gerade in die zweite Auflage geht.

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