Studierende entwickeln Pfandsystem für Bremer Kaffeebecher

  • Geschrieben von Daniel
  •  - 
  •  - Zugriffe: 279
(Geschätzte Lesezeit: 1 - 2 Minuten)
Foto: https://www.cup2date.de/

In Bremen werden nach Schätzungen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) jährlich rund 23 Millionen Einweg-Kaffeebecher weggeworfen. Das möchte eine Gruppe von sieben Masterstudierenden am Lehrstuhl für Mittelstand, Existenzgründung und Entrepreneurship (LEMEX) der Universität  Bremen ändern. In der Veranstaltung „Entrepreneurship & Management“ entwickelten sie ein Pfandsystem für Mehrweg-to-go-Becher, das vom 17. bis zum 24. Januar 2018 in 14 Bremer Cafés und Bäckereien getestet ird. Im Anschluss werten die Studierenden aus, wie das „Cup2date“ genannte Becherpfandsystem bei Partnern und Kunden ankam und was verbessert werden könnte. Mithilfe von Investoren könnte daraus eine Alternative zu den üblichen Wegwerfbechern entstehen.

Nachhaltigkeit statt Wegwerfmentalität

Die Idee für einen nachhaltigen Kaffeebecher kam den Studierenden bei der Bremer Veranstaltung „Start-up Weekend“ 2017. Kurz darauf begannen sie mit einem „Bring deinen Becher“-Tag ihre erste Aktion in Bremen. Am Aktionstag erhielten Kunden, die ihren eigenen Becher mitbrachten, Rabatt auf ihren „Kaffee to go“ bei teilnehmenden Partnern. Das Projekt „Cup2date“ ist die Weiterentwicklung der bisherigen Ideen.BWL-Student Walter Steinhauer hat die Idee für das Pfandsystem gemeinsam mit seinen Kommilitoninnen und Kommilitonen entwickelt. Die Mehrweg-Becher des „Cup2date“-Systems bestehen aus Polypropylen (PP), einem Bisphenol A (BPA)-freien, lebensmittelechten, spülmaschinenfesten und recycelbaren Kunststoff. „Es klingt zunächst unlogisch, einen Einweg-Pappbecher durch eine Plastikvariante zu ersetzen“, sagt Steinhauer. „Doch Einwegbecher bestehen nicht nur aus Pappe – sie haben eine Kunststoffbeschichtung im Inneren. Das heißt, man kann die einzelnen Bestandteile des Bechers nicht sauber voneinander trennen und recyceln. Das ist auch ein Grund, weshalb die Becher so schädlich für die Umwelt sind.“ Die Mehrwegbecher werden in Deutschland produziert und sind bis zu 500 Mal verwendbar.

„Während unserer Testwoche verwenden wir aus Hygienegründen keine Mehrwegdeckel, sondern bieten die herkömmlichen Plastikdeckel an“, erklärt Steinhauers Kommilitonin Merle Ridder. „Dabei kann jeder Kunde selbst entscheiden, ob er den Plastikdeckel überhaupt benötigt.“ Während der Testwoche können Bremerinnen und Bremer die Becher gegen einen Euro Pfand benutzen. Die teilnehmenden Bäckereien und Cafés sind auf der Webseite des Projekts gelistet.

Foto: https://www.cup2date.de/

Diese Artikel könnten dich auch interessieren

02.06.2018 Stadthalle V…

Am Samstag startete die Domweih 2018 in Verden. Wie schon in den vergangen Jahren, geht’s nach der Domweih zum Feiern entweder ins Bodega oder in...

Weiterlesen

19.05.2018 Stubu

Jeden Samstag wird im Stubu Dancehouse in Bremen ganz groß gefeiert, so auch gestern. Als Special Guest war DJ Honey G aus Bangkok / Thailand...

Weiterlesen

Vergewaltigung am Himme…

Die Polizei Bremen greift bei der Fahndung nach dem Vergewaltiger vom Himmelfahrtstag in Arbergen zu einer neuen Fahndungsmethode. Sie wurde unter anderem in Schleswig-Holstein und...

Weiterlesen

15.06.2018 LA VIVA

Studifreitag im La Viva! Und wieder eine Woche geschafft! Die Zeit fliegt ja nur so vorbei - doch einfach mal die Zeit anhalten und den...

Weiterlesen

16.05.2018 La Viva

Was war das denn für eine geile Party gestern im La Viva bein der La Viva Club Nacht. Alle drei Bereiche war offen und wir...

Weiterlesen

TV-Tipp: Dr. Böhmermann…

Der Struwwelpeter – Wer kennt ihn nicht? Aber so habt Ihr den über 150 Jahre alten deutschen Kinderbuchklassiker noch nicht gesehen: Erziehung kann so einfach...

Weiterlesen

Anmelden oder Registrieren

Plakat Ferdi A