Jugendliche konsumieren deutlich weniger Drogen

  • Geschrieben von Daniel
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photocasettp9furc8yg42 Bildnachweis Swen Burkhardt photocase.de

Insgesamt 1.600 Schülerinnen und Schüler im Land Bremen wurden bei der Studie Schulbus zum Umgang mit Suchtmitteln befragt. Dabei kam es zu einem starken Rückgang beim Konsum von Tabak, Alkohol und Cannabis im Vergleich zur Studie von 2005. Auch die Attraktivität dieser Suchtmittel hat unter den Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren spürbar abgenommen. Die Probierbereitschaft als auch die Intensität ihres Konsums zeigen einen deutlich rückläufigen Trend.

Das sind ermutigende Ergebnisse. Es ist erfreulich zu sehen, dass unsere Suchtprävention in diesen Feldern wirkt. Gleichzeitig haben wir es mit anderen Verhaltenssüchten wie Essstörungen und Internetkonsum zu tun. Gut, dass wir aktuelle Daten haben. Wir werden die Schulbus-Studie jetzt regelmäßig durchführen.
Senatorin Quante-Brand

Die Studie thematisiert aber nicht nur Alkohol und Drogen, sondern auch um andere Suchtmittel, die zum Teil an Bedeutung gewinnen. So kam es bei Medikamenten zu einem dramatischen Anstieg (auf 52 Prozent!!!) der Einnahme von Schmerzmitteln unter den Bremer Jugendlichen. Auch bei den Glücksspielen sind die Zahlen erschreckend: Hälfte (54 Prozent) aller in der Freien Hansestadt Bremen befragten Jugendlichen gab an, mindestens einmal in ihrem Leben an einem Glücksspiel teilgenommen zu haben. Regelmäßig nehmen gar 15 % der männlichen und 4% der weiblichen Jugendlichen an Glücksspielen teil.

Und was ist mit Computer Spielen und Internet?

Durch die rasante Entwicklung am Spiele & Smartphone Markt ist auch das Risiko der exzessiven Nutzung gestiegen. 30 Prozent der Bremer Jugendlichen gaben an, mindestens einmal täglich ein Computerspiel zu spielen. Stärker noch als Glücksspiele um Geld werden PC-Spiele vor allem von männlichen Jugendlichen genutzt. Fast die Hälfte (47 Prozent) von ihnen spielt täglich, während unter den Schülerinnen in Bremen nur neun Prozent ein solches Nutzungsverhalten zeigen. Beliebt sind die sogenannten Ego-Shooter- und Third-Person-Spiele.

Mehr als vier Fünftel (86 Prozent) aller Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren sind täglich mindestens einmal aktiv online. Die durchschnittliche Dauer der täglichen Internetnutzung beträgt etwa sechs Stunden. 

Das kritische Thema Essverhalten!

Schwierig wird es beim Thema Essverhalten. Man kann natürlich bei so einer Umfrage nicht feststellen, ob und wie verbreitet Essstörungen bei Jugendlichen sind. Dennoch geben die Antworten Hinweise. So haben sich zum Beispiel die Hälfte der Jugendlichen einmal im Monat Gedanken zur ihrer Figur gemacht.

Etwa ein Drittel aller Jugendlichen leidet mindestens monatlich bis täglich unter Stimmungsschwankungen aufgrund des eigenen Körpergewichts. Obwohl eher die Mädchen und jungen Frauen betroffen sind, machen sich auch häufig männliche Schüler Gedanken über ihre Figur bzw. ihr Gewicht, leiden unter Stimmungsschwankungen und blicken auf aktuelle Diäterfahrungen zurück.

Übrigens gibt es in Bremen und im Internet einige Anlaufstellen zur Beratung zu allen möglichen Arten der Sucht. So bietet die Caritas ambulante und Präventive Suchhilfen auf ihrer Webseite an.

Bildnachweis: Swen Burkhardt photocase.de

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