Illegale "Gärtnerei" in Ganderkesee geschlossen

  • Geschrieben von Daniel Hornick
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Bereits am 02. März 2017 wurde durch Zollfahnder vom Dienstsitz Bremen des Zollfahndungsamtes Hannover eine Lagerhalle im Ganderkesee durchsucht, nachdem zuvor die Staatsanwaltschaft Oldenburg einen Durchsuchungsbeschluss beim zuständigen Amtsgericht erwirkt hatte. Bei der Durchsuchung wurde eine professionell eingerichtete Aufzuchtanlage mit 2.128 Marihuanapflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien entdeckt und beschlagnahmt.

Die Erbauer der Anlage hatten mit großem handwerklichem Aufwand zwei "Gewächshäuser" aus Holz und Gipskartonplatten in der Halle errichtet. Durch diese besondere Konstruktion konnte der Wärmeverlust verringert und die Abluft über Ventilatoren mit Filtern unauffällig nach draußen geleitet werden. Auch eine automatisch arbeitende Beleuchtungsvorrichtung war fachmännisch installiert worden.

Wegen dieser nur selten vorzufindenden Gegebenheiten gehen die Ermittler davon aus, dass besonders versierte Fachleute die Anlage gebaut und betrieben haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass mit dieser Anlage jährlich drei Ernten mit jeweils 50 kg konsumfähigem Cannabiskraut im Straßenverkaufswert von ca. 500.000 Euro möglich gewesen wären.

Wegen des besonderen Umfangs waren die Einsatzkräfte über mehrere Tage mit der Beweismittelsicherung beschäftigt. Mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks wurde die gesamte Anlage abgebaut und wurden die Pflanzen vernichtet.

Auch die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Hannover im Auftrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg.


Quelle & Foto: Zoll Hannover

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