Cebit: Wie Roboter voneinander lernen können

  • Geschrieben von Daniel Hornick
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Forscherinnen und Forscher des Instituts für Künstliche Intelligenz unter Leitung von Professor Michael Beetz im Fachbereich Mathematik / Informatik der Universität Bremen verfolgen seit einigen Jahren das Ziel, Roboter „lernfähig“ zu machen. Mussten sie vorher bestimmte Handlungen aufwändig Schritt für Schritt unter Berücksichtigung aller Eventualitäten programmieren, so setzen sie inzwischen darauf, dass Roboter voneinander lernen. Sie stellen ihre Ergebnisse jetzt auf der CeBIT, der weltweit größten Messe für Informationstechnik in Hannover, vor.

Wikipedia für Roboter

Menschen finden Informationen in Wissensdatenbanken wie wikiHow oder Wikipedia. Entsprechend – so die Vision der Bremer Wissenschaftler – sollen Roboter weltweit ihre Entscheidungen, Bewegungen und Handlungsabläufe über das Internet in einer riesigen Wissensbank speichern, um sie anderen Robotern zur Verfügung zu stellen. Gespeichert wird, wann und warum ein Roboter etwas gemacht hat, wie und mit welchem Erfolg die Aktion ausgeführt wurde, und welche Entscheidungen der Roboter getroffen hat. Damit können andere Roboter zukünftig schneller zum Ziel kommen.

Zubereiten von Speisen und aufräumen

Die Idee klingt einfach und plausibel – wie aber die Informationen über das, was andere Roboter getan haben, kodieren und speichern? Mit der Wissensbank openEASE sind die Bremer ihrer Vision ein großes Stück näher gekommen. Das Projekt war 2016 für den EU-Innovation Radar nominiert worden und hat es erfolgreich in die Endrunde geschafft. Nun hat die Europäische Union die Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Institut für Künstliche Intelligenz eingeladen, openEASE auf der Cebit 2017 vorzustellen. Demonstriert wird vom Mittwoch, 22. März, bis Freitag, 24. März, in Halle 8 am Stand E01, wie Roboter von anderen Robotern lernen können, um alltägliche Aufgaben in der Küche beim Zubereiten von Speisen oder beim Aufräumen zu bewältigen.

Kostenloses „Open Tool“

Nicht nur Roboter können über openEASE von anderen Robotern lernen – auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben nun die Möglichkeit, die einzelnen Abläufe und Entscheidungen von Robotern zu analysieren. Da openEASE als „Open Tool“ kostenlos zur Verfügung steht, können Erfahrungen im Forschungsbereich gesammelt und Innovationen in der Robotik sehr viel rascher aus dem Wissenschaftsbereich in technische Anwendungen übertragen werden.

Mehr dazu: http://www.open-ease.org/

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