Cebit: Wie Roboter voneinander lernen können

  • Geschrieben von Daniel Hornick
  • Aufrufe: 382

csm Forschung DFKI Motiv 2 7090adf572

Forscherinnen und Forscher des Instituts für Künstliche Intelligenz unter Leitung von Professor Michael Beetz im Fachbereich Mathematik / Informatik der Universität Bremen verfolgen seit einigen Jahren das Ziel, Roboter „lernfähig“ zu machen. Mussten sie vorher bestimmte Handlungen aufwändig Schritt für Schritt unter Berücksichtigung aller Eventualitäten programmieren, so setzen sie inzwischen darauf, dass Roboter voneinander lernen. Sie stellen ihre Ergebnisse jetzt auf der CeBIT, der weltweit größten Messe für Informationstechnik in Hannover, vor.

Wikipedia für Roboter

Menschen finden Informationen in Wissensdatenbanken wie wikiHow oder Wikipedia. Entsprechend – so die Vision der Bremer Wissenschaftler – sollen Roboter weltweit ihre Entscheidungen, Bewegungen und Handlungsabläufe über das Internet in einer riesigen Wissensbank speichern, um sie anderen Robotern zur Verfügung zu stellen. Gespeichert wird, wann und warum ein Roboter etwas gemacht hat, wie und mit welchem Erfolg die Aktion ausgeführt wurde, und welche Entscheidungen der Roboter getroffen hat. Damit können andere Roboter zukünftig schneller zum Ziel kommen.

Zubereiten von Speisen und aufräumen

Die Idee klingt einfach und plausibel – wie aber die Informationen über das, was andere Roboter getan haben, kodieren und speichern? Mit der Wissensbank openEASE sind die Bremer ihrer Vision ein großes Stück näher gekommen. Das Projekt war 2016 für den EU-Innovation Radar nominiert worden und hat es erfolgreich in die Endrunde geschafft. Nun hat die Europäische Union die Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Institut für Künstliche Intelligenz eingeladen, openEASE auf der Cebit 2017 vorzustellen. Demonstriert wird vom Mittwoch, 22. März, bis Freitag, 24. März, in Halle 8 am Stand E01, wie Roboter von anderen Robotern lernen können, um alltägliche Aufgaben in der Küche beim Zubereiten von Speisen oder beim Aufräumen zu bewältigen.

Kostenloses „Open Tool“

Nicht nur Roboter können über openEASE von anderen Robotern lernen – auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben nun die Möglichkeit, die einzelnen Abläufe und Entscheidungen von Robotern zu analysieren. Da openEASE als „Open Tool“ kostenlos zur Verfügung steht, können Erfahrungen im Forschungsbereich gesammelt und Innovationen in der Robotik sehr viel rascher aus dem Wissenschaftsbereich in technische Anwendungen übertragen werden.

Mehr dazu: http://www.open-ease.org/

Teile diesen Beitrag

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn

Diese Artikel könnten dich auch interessieren

16.06.2017 NFF CLUB

Die Jungs Florian Aydt & Lennard Rosenbrock (die Macher von Wish You Were Mine), haben es mal wieder geschaft. Der NFF Club war mehr als voll...

Weiterlesen

07.07.2017 - STUBU

Auch gestern wurde im Stubu wieder ordentlich gefeiert. Auch wenn es durch die Breminale vielleicht etwas später losging. Tat das der guten Stimmung keinen Abriss...

Weiterlesen

DISKO Streetwear aus Br…

Die ganze Textilindustrie scheint von den Big Playern der Branche besetzt. Die ganze? Nein, ein kleines Brand aus Bremen namens DISKO leistet erfolgreich Wiederstand und...

Weiterlesen

Autofahrer flieht vor F…

Gestern Abend flüchtete ein 21-jähriger Autofahrer vor der Polizei quer durch Schwachhausen und Horn-Lehe, nachdem er einer Fahrzeugkontrolle unterzogen werden sollte. In der Villacher Straße...

Weiterlesen

stylesucksparty die Vie…

Letztes Jahr war nix, dieses Jahr wird’s laut! In der Überseestadt, gegenüber vom Restaurant „Feuerwache“, direkt beim „Schwarzlicht Minigolf“ findet unsere legendäre Stylesucks-Party statt. Um...

Weiterlesen

Spannende Verschiffung

Das vermutlich älteste der vier historischen Schiffsmodelle (entstanden um 1600) in der Oberen Rathaushalle wurde heute (Dienstag, 18. Juli 2017) von Handwerkern in einer aufwändigen...

Weiterlesen

Anmelden oder Registrieren

Facebook Anmeldung
Gefällt euch Szenenight?

...dann folgt uns doch bei Facebook