Bremen erneuert das Serviceangebot für Gründerinnen und Gründer

  • Geschrieben von Daniel Hornick
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Die Bedarfe der Gründerinnen und Gründer haben sich im Laufe der letzten Jahre geändert. Eine neue Generation von jungen Gründungswilligen kommt auf den Markt und verlangt nach einem bedarfsgerechten und individuellen Beratungsangebot. Neben den klassischen Gründungen geht es für einen Standort wie Bremen auch darum, das Potenzial von Frauen und Migranten zu heben und das Startup-Ökosystem zu stärken.

Das Potenzial an Gründungen in Bremen ist groß. Im 1. Halbjahr 2017 gab es mit ca. 1.100 gewerblichen Gründungen (lt. Institut für Mittelstandsforschung Bonn) wieder einen leichten Anstieg bei den Gründungszahlen. Jährlich nehmen mehr als 2.500 Gründungsinteressierte die Beratungsangebote des Landes wahr.

In den letzten beiden Jahren sind eine Reihe von privaten Angeboten für Startups entstanden, wie zum Beispiel das KRAFTWERK City Accelerator oder NEUSTA Campus, die das Gründungsökosystem des Landes ergänzen.

Vor diesem Hintergrund will der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen die Gründungsunterstützung im Land Bremen neu aufstellen und ein bedarfsgerechtes und zeitgemäßes Angebot für das Land Bremen schaffen. Zeitgleich zur Gründungswoche mit einer Vielzahl von Veranstaltungen in Bremen und Bremerhaven wurde vom Senat heute (14. November 2017) die neue START Haus-Initiative beschlossen.

Mit dem START Haus wollen wir dazu beitragen, Gründerinnen und Gründer bestmöglich dabei zu unterstützen, ihre Ideen Realität werden zu lassen", freut sich Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, über das Startsignal für das START Haus. "Alle Angebote in einer Anlaufstelle zu integrieren, verkürzt die Wege und legt ein neues Fundament für dynamische Entwicklung der Gründer- und Startup-Szene in Bremen.

Unter dem Dach der Bremer Aufbau Bank (BAB) entsteht eine zentrale Anlaufstelle für Information und Beratung, die nicht nur die öffentlich finanzierten Angebote miteinander vernetzt, sondern auch die privaten Akteure berücksichtigt. Somit werden die Angebote der ehemaligen BEGIN Koordinierungsstelle, das BRUT Programm, sowie Finanzierungs- und Beteiligungsthemen in Zukunft unter einem Dach umgesetzt. Das START Haus berät aber nicht nur zu den Programmen der BAB, sondern informiert und vermittelt auch zu den anderen Akteuren in der Bremer Gründungslandschaft und berücksichtigt private Angebote.

In der neuen Struktur wird nicht mehr programmbezogen beraten, sondern rein bedarfsorientiert. Die Gründerin oder der Gründer bekommt im START Haus einen Paten an die Seite gestellt, der ihn durch den gesamten Beratungsprozess bis zur Gründung begleitet. Dieser Pate zieht entsprechende Experten aus dem START Haus oder dem Netzwerk bei Bedarf hinzu. So wird sichergestellt, dass Gründer und Gründerinnen ihren Businessplan im START Haus nur einmal vorstellen müssen. Die heute schon qualitativ hochwertige Basis- bzw. Direktberatung bleibt erhalten und wird durch das Paten/Experten-System noch effizienter.

 

Foto:  juliaw / photocase.com

 

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