B-Human gewinnt erneut die Weltmeisterschaft

B-Human / Universität Bremen / DFKI GmbH

B-Human ist erneut Weltmeister im Roboterfußball in der Standard Platform League. Es hat, wie auch schon 2013, alle Teilwettbewerbe dieser Liga gewonnen. Das gemeinsame Team der Universität Bremen und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) konnte bei der diesjährigen RoboCup-WM im japanischen Nagoya vom 27. bis 30. Juli 2017 sowohl den „Champions Cup“ als auch die „Mixed Team Competition“ und die „Technical Challenge“ für sich entscheiden.

Der nun sechsfache Weltmeister und neunfache Deutsche sowie Europameister war in Japan mit elf NAO-Robotern, neun aktuellen und ehemaligen Studierenden der Universität Bremen sowie den Wissenschaftlern Dr. Thomas Röfer vom DFKI-Forschungsbereich Cyber-Physical Systems, der von Professor Rolf Drechsler geleitet wird, und Dr. Tim Laue von der Universität Bremen vor Ort.

Stärkere Gegner im „Champions Cup“

Der Hauptwettbewerb wurde in diesem Jahr erstmals in den „Champions Cup“ und das „Challenge Shield“ aufgeteilt, um möglichst gleichstarke Gegner in den Wettkämpfen gegeneinander antreten zu lassen. Das ist vergleichbar mit der ersten und zweiten Bundesliga. In der Mitte des Wettbewerbs wurden Relegationsspiele, bei denen Teams in den „Champions Cup“ auf- und in das „Challenge Shield“ absteigen konnten, ausgetragen. Von Abstiegssorgen war B-Human aber weit entfernt. Stattdessen konnte sich das Team im Finale in einem spannenden Spiel gegen das NAO-Team HTWK aus Leipzig mit 2:1 durchsetzen, nachdem die Bremer bis zu diesem Zeitpunkt ohne Gegentreffer geblieben waren.

Als B-HULKs erfolgreich in der „Mixed Team Competition“

Neu war außerdem die „Mixed Team Competition“, in welcher gemischte Teams, die sich aus jeweils zwei regulären Mannschaften zusammensetzten, gegeneinander antraten. Jede Mannschaft stellte dabei drei Spieler, wobei B-Human gemeinsam mit den „HULKs“ der TU Hamburg-Harburg das Team B-HULKs bildete. Dieses konnte in der Vorrunde alle Spiele für sich entscheiden, musste aber im Finale gegen das Team „DoBerMan“ der TU Dortmund und der Humboldt-Universität zu Berlin nach einem 2:2 ins Elfmeterschießen. Die B-HULKs konnten das Spiel mit einer Glanzparade des B-Human-Torhüters in letzter Millisekunde mit 4:3 für sich entscheiden.

Elfmeterschießen in der „Technical Challenge“

Auch in der so genannten „Technical Challenge“ ging es in diesem Jahr um das Elfmeterschießen. In einem K.O.-Wettbewerb wurde das Feld aus 24 Teams in fünf Runden auf einen Sieger reduziert. Dabei konnten lediglich zwei andere Roboter jeweils einmal den starken Bremer Torwart überwinden. Abgesehen davon verwandelten die B-Human-Schützen zielsicher alle Versuche, so dass niemand dem Bremer Team den Sieg streitig machen konnte.

Erste Weltmeisterschaft auf Kunstrasen

Während 2016 lediglich in der „Outdoor Competition“ auf Kunstrasen gespielt wurde, traten die NAOs bei dieser WM erstmals in allen Wettbewerben auf diesem Untergrund an. Damit wurde das zweibeinige Laufen für die humanoiden Roboter deutlich anspruchsvoller, gleichzeitig näherte man sich weiter den Bedingungen echter Fußballspiele an.

Über das Team B-Human

B-Human tritt regelmäßig in den RoboCup-Wettbewerben in der Standard Platform League an. Diese verdankt ihren Namen der Tatsache, dass alle Fußball-Teams dasselbe Robotermodell verwenden, und zwar den humanoiden Roboter NAO der Firma Softbank Robotics. Die Teams unterscheiden sich allein in der Software, die sie für die Roboter entwickeln. Dank ihrer Hilfe agieren die NAOs im Spiel vollständig autonom. Haupt-Sponsor ist seit diesem Jahr die Bremer Firma CONTACT Software.

 

Quelle & Foto: B-Human / Universität Bremen / DFKI GmbH

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