20. „Nacht der Jugend“ im Rathaus

  • Geschrieben von Daniel Hornick
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1000 Besucherinnen und Besucher setzen Zeichen gegen Diskriminierung und für ein friedliches Zusammenleben im Rathaus Bremen bei der 20. Nacht der Jugend. Junge Gesichter, Informationen, Diskussionen und Musik – dafür steht die Nacht der Jugend. Und die fand nun bereits zum 20. Mal im Bremer Rathaus statt. Die traditionelle Veranstaltung erinnert an die Verbrechen der NS-Diktatur und die Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Jährlich fungiert die Nacht der Jugend als Gegenpol zu Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus. Die zentrale Botschaft: Jeder Mensch ist wertvoll und besitzt eine unantastbare Würde.

Bürgermeister Carsten Sieling eröffnete die Veranstaltung am 8. November 2017 in der Oberen Rathaushalle gemeinsam mit dem diesjährigen Ehrengast Dan Goren. Sieling: „Zum 20. Mal findet nun die Nacht der Jugend statt. Das ist ein ganz besonderes Jubiläum. Die Art und Weise, wie hier an die Verbrechen der Nazizeit erinnert und gleichzeitig für eine menschenfreundliche Gegenwart gekämpft wird, ist einzigartig. Allen, die sich für die Nacht der Jugend das ganze Jahr über engagieren, danke ich von ganzem Herzen.“ Der diesjährige Ehrengast aus Haifa (Israel), Dan Goren (92), geboren in Deutschland, hat die Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 erlebt und überlebt. Den jungen Zuhörenden berichtete er von seinen Eindrücken, sprach von „der brennenden Synagoge“ und seiner Familiengeschichte. Dan Goren: "Es ist für mich ein sehr schlimmes Ereignis, eine Erinnerung, die mich wahrscheinlich bis zum Ende meines Lebens begleiten wird." Goren weiter: „Für die heutige Zeit wünsche ich mir, dass sich die Menschen freundlich begegnen und sich so schlimme Ereignisse wie in der NS-Zeit niemals wiederholen.“

Rund 400 Jugendliche hatten die Veranstaltung das ganze Jahr über vorbereitet und konnten auch in dieser Ausgabe mit einem vielfältigen Programm wieder zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher in die Räume des Rathauses locken. Alle, die mitmachen, unterstützen die Werte der Veranstaltung: Respekt, Anerkennung, Verantwortung, Freiheit, Solidarität und Demokratie. Das diesjährige Motto lautete: "Wann, wenn nicht jetzt?" - es stammt vom Autor Primo Levi, der das Konzentrationslager Ausschwitz überlebte und einem 

Foto: Senatspressestelle 

 

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