"Fotografie, die Sprache des Sehens, ist mein Medium. Indem sie die Kluft zwischen Sprache und Buchstaben überbrückt, wird sie zum idealen Mittel der weltweiten Kommunikation"
AndreasFeininger
Am heutigen Sonntag wurde im Bremer Focke Museum die Sonderausstellung "That’s Photography" des amerikanischen Meisterfotografen Andreas Feininger eröffnet. Auf über 800 qm gibt die aus 271 Schwarzweißfotografien bestehende Ausstellung einen umfassenden Überblick über das Schaffen des 1999 verstorbenen Künstlers. Feiningers Schwarzweißaufnahmen zeigen deutliche Einflüsse von Bauhaus und Neuer Sachlichkeit. Er hat ein reges Interesse an technischen Aspekten der Fotografie und behandelt eine enorme Vielfalt von Themen. Feininger gehört zu einer Künstlergeneration, die in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg die Fotografie als künstlerisches Medium für sich entdeckte und eine neue fotografische Sehweise entwickelte.
Andreas Feininger wurde am 27. Dezember 1906 als ältester Sohn des Malers Lyonel Feininger in Paris geboren. Am
Bauhaus in Weimar, wo auch sein Vater als Lehrer tätig war,
absolvierte er zu Beginn der zwanziger Jahre zunächst
eine Ausbildung zum Kunsttischler. Im Anschluss daran, studierte
er Architektur an den staatlichen Bauschulen in Weimar und Zerbst.
In dieser Zeit entwickelte sich sein Interesse für Fotografie. Nach Abschluss seines Studiums war er als Architekt in Hamburg
und Dessau tätig. Später arbeitete Feininger mit im
Büro von Le Corbusier in Paris. Als ihm in Frankreich die
Arbeitserlaubnis entzogen wurde, ging er 1933 nach Stockholm.
Hier konzentrierte er sich zunehmend auf die Fotografie.
Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs emigrierte Feininger nach New York. Seine Ansichten dieser Metropole, die kurz nach seiner Ankunft entstanden, zählen heute zu den Klassikern der Fotografiegeschichte. In New York gehörte er ab 1943 fast zwanzig Jahre dem berühmten Fotografenstab der Zeitschrift "Life" an, die als Wegbereiter der zeitgenössischen Bildberichterstattung gilt.
Andreas Feiningers Werk ist von zwei großen Themenkomplexen bestimmt: Stadtansichten und Naturmotive. Die Architektur und das Leben seiner Wahlheimat New York hat ihn über die Jahrzehnte hinweg fasziniert. Immer wieder hielt er die Skyline von Manhattan, die Straßenschluchten, die Wolkenkratzer, die Brücken und Hochbahnen in atmosphärisch dichten Bildern fest. Mit derselben Begeisterung widmete er sich den Naturstudien. Seine minutiösen Detailaufnahmen von Insekten, Blumen, Muscheln, Holz und Steinen verleihen den in der Natur vorgefundenen Formen oft einen skulpturalen Charakter.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 28. September.
Bildnachweis:Empire State Building, New York, 1940, © AndreasFeiningerArchive.com
Route 66, Arizona, 1953, LIFE Magazin © Time Inc.
| Wichtiges in Kürze |
| Öffnungszeiten: |
20.07. - 28.09.2008 Dienstag Mittwoch bis Sonntag |
10 bis 21 Uhr 10 bis 17 Uhr |
| Eintritt*): | Erwachsene | 6,- € |
| ermäßigt | 3,- € | |
| Familien | 12,- € | |
| Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger *) Inklusive Dauerausstellungen |
frei | |
| Anschrift: | Focke-Museum Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Schwachhauser Heerstr. 240 28213 Bremen |
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| Kontakt: | Tel.: |
0421 699600-0 |
| autom. Ansage: | 0421 699600-62 | |
| Besonders: | Es finden an 7 Terminen öffentliche Führungen statt. Am 26.08. hält Prof. Fritz Haase um 19 Uhr einen Vortrag: "Andreas Feininger - Eine späte Begegnung" |
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| Anreise: | Straßenbahn: Linien 4 oder 5 Haltestelle Focke-Museum Die Fahrzeit beträgt vom Hauptbahnhof aus ca. 12 Minuten |
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| Homepage: | www.focke-museum.de |










