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Donnerstag, 09 Februar 2012

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Fotografie, die Sprache des Sehens, ist mein Medium.

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feininger2.png"Fotografie, die Sprache des Sehens, ist mein Medium. Indem sie die Kluft zwischen Sprache und Buchstaben überbrückt, wird sie zum idealen Mittel der weltweiten Kommunikation"

AndreasFeininger

Am heutigen Sonntag wurde im Bremer Focke Museum die Sonderausstellung "That’s Photography" des amerikanischen Meisterfotografen Andreas Feininger eröffnet. Auf über 800 qm gibt die aus 271 Schwarzweißfotografien bestehende Ausstellung einen umfassenden Überblick über das Schaffen des 1999 verstorbenen Künstlers. Feiningers Schwarzweißaufnahmen zeigen deutliche Einflüsse von Bauhaus und Neuer Sachlichkeit. Er hat ein reges Interesse an technischen Aspekten der Fotografie und behandelt eine enorme Vielfalt von Themen. Feininger gehört zu einer Künstlergeneration, die in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg die Fotografie als künstlerisches Medium für sich entdeckte und eine neue fotografische Sehweise entwickelte.

Andreas Feininger wurde am 27. Dezember 1906 als ältester Sohn des Malers Lyonel Feininger in Paris geboren. Am Bauhaus in Weimar, wo auch sein Vater als Lehrer tätig war, absolvierte er zu Beginn der zwanziger Jahre zunächst eine Ausbildung zum Kunsttischler. Im Anschluss daran, studierte er Architektur an den staatlichen Bauschulen in Weimar und Zerbst. In dieser Zeit entwickelte sich sein Interesse für Fotografie. Nach Abschluss seines Studiums war er als Architekt in Hamburg und Dessau tätig. Später arbeitete Feininger mit im Büro von Le Corbusier in Paris. Als ihm in Frankreich die Arbeitserlaubnis entzogen wurde, ging er 1933 nach Stockholm. Hier konzentrierte er sich zunehmend auf die Fotografie.
Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs emigrierte Feininger nach New York. Seine Ansichten dieser Metropole, die kurz nach seiner Ankunft entstanden, zählen heute zu den Klassikern der Fotografiegeschichte. In New York gehörte er ab 1943 fast zwanzig Jahre dem berühmten Fotografenstab der Zeitschrift "Life" an, die als Wegbereiter der zeitgenössischen Bildberichterstattung gilt.

feininger1.pngAndreas Feiningers Werk ist von zwei großen Themenkomplexen bestimmt: Stadtansichten und Naturmotive. Die Architektur und das Leben seiner Wahlheimat New York hat ihn über die Jahrzehnte hinweg fasziniert. Immer wieder hielt er die Skyline von Manhattan, die Straßenschluchten, die Wolkenkratzer, die Brücken und Hochbahnen in atmosphärisch dichten Bildern fest. Mit derselben Begeisterung widmete er sich den Naturstudien. Seine minutiösen Detailaufnahmen von Insekten, Blumen, Muscheln, Holz und Steinen verleihen den in der Natur vorgefundenen Formen oft einen skulpturalen Charakter.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 28. September.

Bildnachweis:
Empire State Building, New York, 1940, © AndreasFeiningerArchive.com
Route 66, Arizona, 1953, LIFE Magazin © Time Inc.



Wichtiges in Kürze

 

Öffnungszeiten: 20.07. - 28.09.2008
Dienstag
Mittwoch bis Sonntag
 
10 bis 21 Uhr
10 bis 17 Uhr
Eintritt*): Erwachsene 6,- €
  ermäßigt 3,- €
  Familien 12,- €
  Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger
*) Inklusive Dauerausstellungen
frei
Anschrift: Focke-Museum
Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Schwachhauser Heerstr. 240
28213 Bremen
focke_img30184kl.jpg
Kontakt: Tel.:
0421 699600-0
  autom. Ansage: 0421 699600-62
Besonders: Es finden an 7 Terminen öffentliche Führungen statt.
Am 26.08. hält Prof. Fritz Haase um 19 Uhr einen Vortrag: "Andreas Feininger - Eine späte Begegnung"
 
Anreise: Straßenbahn: Linien 4 oder 5
Haltestelle Focke-Museum
Die Fahrzeit beträgt vom Hauptbahnhof aus ca. 12 Minuten
 
Homepage: www.focke-museum.de  

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Kommentare (2)Add Comment
kaype
...
geschrieben von kaype, 20 07, 2008
Das werde ich mir auf jedenfall nicht entgehen lassen smilies/smiley.gif
vanVendt
...
geschrieben von vanVendt, 21 07, 2008
Betriebsausflug der Szenenight-Fotografen? Ich bin dabei!
(Muss ja nicht unbedingt auf einem Sonntag-Vormittag sein)...

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