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Sonntag, 19 Mai 2013

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Viertel-Größe Günther Kahrs alias "Meister Propper" ist tot

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Foto: Radio Weser.tvViertel-Größe Günther Kahrs alias "Meister Propper" ist gestorben. Er inszenierte sich selbst -  und wurde dafür geliebt. Am vergangenen Donnerstag bat er Marlene Stamerjohanns an seiner Stelle den "Kahrs´Poetry Slam" zu moderieren. Die 72-jährige macht seit Jahren bei dieser Veranstaltung mit. "Du kannst den Leuten ruhig sagen, dass ich Panikattacken habe - das ist eben eine Krankheit" , habe er zu ihr gesagt. Tagsdrauf beendete er sein Leben auf der Bahnstrecke Bremen-Hamburg.

Seit 20 Jahren prägte Kahrs durch seine Arbeit als unermüdlich subversiver Veranstalter, der seine Slams mit handgemachten Flyern ankündigte. Kahrs war ein Mann der Tat. Er arbeitete als Referent der ersten grünen Landtagsfraktion, war in den Achtziger Jahren grüner Vorstandssprecher und wollte 1999 mit seinem "Verein für Dada und Lebensfreude" Bürgermeister werden. Letztes klappte dennoch nicht.

Das Sich-Abkämpfen an behördlichen Vorgaben gehörte für Kahrs offenbar zum Lebensskript - zuletzt in Bezug auf seinen Club im "Lonely Planet Boy" über dem Sielwalleck, der unter anderem wegen der fehlenden Konzession Pleite ging. Zuvor war der Club jedoch ein verzehrzwangfreier Melting Pot für jungen Punks, erlebnisoffene 40-Jährige und HFK-StudentInnen, die ihre experimentelle Kunst einbrachten. Kahrs schaffte immer wieder Orte zur spontanen Betätigung: Schon die Kellerbühne in der Weberstraße, auf der alle möglichen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ohne Anmeldung auftraten, entwickelte sich bis zur Schließung 2000 zu einem subkulturellen Kristallisationspunkt. "Er hatte immer eine Idee und lag immer ein bisschen quer", sagt Peter Rüdel, der Kahrs aus grünen Urzeiten kennt. Viertel-Bürgermeister Robert Bücking, der mit Kahrs - wie viele andere - heftige Auseinandersetzungen ausfocht, ist beeindruckt von der "konsequenten Metamorphose", durch die sich Kahrs zur Kunstfigur "Meister Propper" verwandelte. Das habe ihn einerseits stark gemacht und zu dem "unglaublich schroffen Auftreten" befähigt, mit dem Kahrs seine Projekte verfocht - und ihm andererseits außerordentliche Sympathien eingebracht. Bücking: "Die Leute schätzten ihn für seine Originalität."
Kahrs wird kommenden Donnerstag um 13.45 Uhr auf dem Buntentorfriedhof beerdigt. Auf dem Viertelfest, wo Kahrs vergangenes Jahr einen von der Polizei argwöhnisch beäugten Auftritt mit der Rapperin "Lady Bitch Ray" hatte, will das Lagerhaus ein Gedenken veranstalten.

Quelle: taz.de

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Kommentare (31)Add Comment
admin
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geschrieben von admin, 20 08, 2009
:-( Ein feiner Kerl - aber man weiss nie was in jemanden so vorgeht. Das 1/4 wird nächste Woche trauern!
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geschrieben von Andreas, 20 08, 2009
Ich finde es nur unmöglich, das er mit seinem Freitot unschuldige, in diesem Fall den Lokführer mit reingezogen hat, das macht ihn aus meiner sicht, nicht mehr zu dem feinen Kerl, der er mal war.
Wenn man einen Freitot wählt, ist das eine Sache, wenn man damit andere mit reinzieht, die andere und etwas, was ich nicht nachvollziehen kann.
Der Lokführer wird seines Lebens nicht mehr froh, auch wenn ihn keine Schuld trifft.
Für den einen mag es vielleicht pietätlos klingen aber ich gehöre zu denen, die in dem Fall ein bisschen weiter denken.
Meister Propper hat es hinter sich, der Lokführer nicht.
admin
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geschrieben von admin, 20 08, 2009
stimmt, die Art und Weise finde ich auch unter aller Sau...
0
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geschrieben von egal, 20 08, 2009
"Der Lokführer wird seines Lebens nicht mehr froh,"

So einen Quatsch mit Soße !

Jeder Lokführer in Deutschland bekommt statistisch gesehen im Laufe seines Berufslebens 12 Selbstmörder vor die Lok !

Die sind das gewohnt - bekommen nicht nur psychologischen Beistand, sondern auch noch 4 Wochen Extra-Urlaub !

Also bleib mal ganz locker !

Um "Meister-Propper" ist es jedoch wirklich schade !
0
...
geschrieben von Dela M., 20 08, 2009
In der Blüte meiner blauen Tage,
spürte ich, das Spaß ein Luxus war,
den man mit der Apothekerwaage abwägt,
denn er war entsetzlich rar.
(Wolfgang Neuss)
Im Andenken Günther Kahrs
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Brachial
geschrieben von gudrun, 20 08, 2009
Schon heftig die Art.
Wollte wohl echt auf Nummer sicher gehen...

Salve Günther,nun bist Du auch fort.
Grüss Anja von mir,nicht vergessen!

Ihr fehlt mir,
G.
0
Hört auf Rumzuhacken..
geschrieben von sue, 21 08, 2009
..weil er den Freitod gewählt hat. Es muß jemand schon seeehr verzweifelt sein, so einen Tod zu wählen. Klar, der Lokführer kann einem Leid tun, aber deswegen sagt man nicht, daß das unter aller Sau von ihm war. Das ist doch schon wieder echt daneben, ich finds nur bedauerlich-
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...
geschrieben von sandra l., 22 08, 2009
hatte selber panikattacken und kann verstehen unter welchem enormen seelischen druck man steht und es dazu kommen kann, dass man wirklich nur noch den einen ausweg sieht..klar ist es für den lokführer/lokführerin schrecklich, aber ich denke mit dieser psychischen krankheit denkt man darüber auch nicht mehr nach..viele leute können das nicht verstehen, ich auf grund früherer erfahrungen schon.
RIP
0
...
geschrieben von kai thäsler, 23 08, 2009
ich bin sein nachbar.und ich weiss wieviel ehrenamtliche sachen er getan hat.wie er morgens kilometer weit mit seinem fahrrad seihe kranken besuche gemacht hat.und das mit 57!wer tut das heute noch?und darum denke ich,das er vielen menschen fehlen wird.tschau güni
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...
geschrieben von Al Babua, 23 08, 2009
R.I.P.
Hat es immer geschafft ein Laecheln auf mein Gesicht zu zaubern!
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...
geschrieben von Werner, 24 08, 2009
Tja ist schon komisch.
Hab zwar persönlich mit ihm nicht viel zu tun gehabt und ihn zuletzt am Osterdeich seine Buttons feilbietend gesehen - es gab immer ein freundliches Hallo.
Sein Freitod hat mich dann aber schon überrascht.
R.I.P
0
Manchmal wirkte der schon hohl
geschrieben von Erwin, 24 08, 2009
Gesehen hab ich ihn auch oft. Aber so ganz kapiert, was ihn umgetrieben hat, habe ich nie. Hatte der Typ wirkliche Freunde? Vieles war doch eher ein hohler Gag, was er so gemacht hat. Irgendwie traurig, das Ganze. Wann ist die Beerdigung?
Lubi3108
...
geschrieben von Lubi3108, 24 08, 2009
Kleiner Tipp: Es steht im Text smilies/wink.gif Letzte Woche Donnerstag wurde er beerdigt.. smilies/wink.gif Soviel zum Textverständnis und Informtionsentnahme^^
0
Beerdigung
geschrieben von lissie, 25 08, 2009
Nein die Beerdigung ist am 27.08.09 13.45 Buntetorfriedhof Bremen.
0
ER
geschrieben von AMERU, 25 08, 2009
Er war ein Gentleman.
0
Meister propper in memoriam
geschrieben von Bernd Arera, 26 08, 2009
ich habe oft mit meiner damaligen Band "30 Tage Schwedisch" in Günthers früheren Kellerclub "V99" gespielt.Wir waren Sozusagen Stammband dort.Sein Tod macht mich sehr nachdenklich.Günther traf ich auch öfter mal im Viertel und wir haben geschnackt.Sein Tod macht mich sehr nachdenklich.Günther,ruhe in Frieden!
0
@Egal
geschrieben von Andreas, 27 08, 2009
"Der Lokführer wird seines Lebens nicht mehr froh,"

So einen Quatsch mit Soße !

Manchmal hilft nachdenken mehr als gleich drauf loszuquatschen.
Ich sagte das nicht nur, weil ich es lustig fand sondern weil ich da ein bisschen mehr Erfahrung habe und weiß, was in einem Lokführer vorgeht, wenn so etwas passiert.
Dein naives gequatsche, von wegen psychischen Beistand und 4 Wochen Extraurlaub. Schön und gut aber das hilft nicht jedem Menschen, Manche kommen damit klar und andere wiederum nicht.
Mein Nachbar betreut genau solche Lokführer, die ihren Job aufgegeben haben, die Jahre danach immer noch nachts schweißgebadet mit Albträumen aufwachen.
So einfach ist das nicht, wie Du Dir das vorstellst.

Es hackt ja auch keiner auf den gewählten Freitod herum, das bleibt jedem selbst überlassen, ob er das tut oder nicht aber dennoch verurteile ich es, wenn dieser jemand andere mit hineinzieht, denn die können weißgott nichts dafür wenn es jemanden schlecht geht.

Wie der Fall vor zwei drei Jahren auf der A28 jemand selbstmord begangen hat indem er mit an die 200 km/h als Geisterfahrer durch einen Frontalzusammenstoß gleich eine ganze Familie auf dem Gewissen hatte.................und da soll man noch verständnis dafür haben, das der arme Mensch nicht drüber nachgedacht hatte.

Ja ich bleibe bei der Meinung, das es unter aller Sau ist, punkt.
Da kann er noch so ein toller Mensch gewesen sein, ich verurteile es.
0
...
geschrieben von Bernd Arera, 27 08, 2009
@andreas
Ich glaub für beide Seiten ist es nicht schön.Das Günther verzweifelt war ist genauso tragisch wie die Situation des Lokführers.Wenn ein Mensch die Hemmschwelle überwindet und den Freitod wählt,dann muß es ihm schon ziemlich schlecht gehen.Wie Günther wirklich tickte,wusste ich auch nicht.Auch wenn er hin und wieder mal etwas angedeutet hatte.Der Lokführer tut mir auch leid;er kann ja nichts dafür.
0
...
geschrieben von Bernd Arera, 27 08, 2009
Ich war vorhin auf seiner Beerdigung und der Pastor hat ein paar erhellende Worte gesagt.
0
Meister Propper
geschrieben von Jörg, 27 08, 2009
Ihr Lieben,

natürlich tut mir der fürs Leben geschockte Lokomotivführer leid!!!

Günther hat jedoch sicher einen Grund dafür gehabt, sein Leben so abrupt zu beenden. Ich habe ihn sehr gern gehabt.

Günther! Mach im Himmel so weiter, vielleicht bist du jetzt ja in einer besseren Welt, die du uns, hier unten immer verschaffen wolltest!!!

Hau rein Digger
Jörg
0
...
geschrieben von Steph., 27 08, 2009
Ich finde es verrückt, dass ein Mensch der als eine solche "Frohnatur" im Viertel wahrgenommen wurde und so vielen Menschen etwas gegeben hat nicht persönlich in seinem Leid gesehen wurde. Das tut mir sehr leid für dich Günther!
0
Verpasst
geschrieben von Flar, 27 08, 2009
Was für erhellende Worte waren das?
Bin mit tausend Sachen über die Autobahn. Habe es nicht mehr rechtzeitig geschafft.
Habe kein Wort mehr mitbekommen. Hätte ich gerne.
Er hat so viel erzählt.
Wollte immer mal seine Geschichte aufschreiben.
Und ihn mal fragen beizeiten.
Und ich wollte immer mal wieder zur Slam Poetry. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.
Aber nun doch vollends aufgehoben.
Man sollte immer alles gleich sofort tun.
Ich habe ihn gerne.

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beerdigungstermin
geschrieben von später, 28 08, 2009
wenn man am mittwoch schreibt "kommenden donnerstag" geht man dann nicht davon aus das der nächste tag gemeint ist? ist es so schwierig mal ein datum einzufügen, heergott?
0
...
geschrieben von Bernd Arera, 28 08, 2009
@flar
Der Pastor hat auch Günthers traurige,sensible Seite erwähnt.Er hat ihn sogar kritisiert,weil er seine Freunde und Angehörigen einfach so verlassen hat.Er sprach auch von Verzeihen und Gottes Güte.Es klingt pathetisch,ich weiß.Ich fand diese Worte aber recht passend.
Günther hatte eben auch Schwächen.Ich mochte ihn.
0
...
geschrieben von Salyn, 29 08, 2009

Mich verletzt sein Tod so dermaßen.
Irgendetwas daran erschüttert mein Grundgerüst zutiefst.
Und mir kommt er vor wie eine Warnung.

Was heisst schon Schwächen haben.
Ich kann keinen Vers auf ihn machen. Würde ich aber gerne.

Er ist immer nach außen gegangen, ohne erkennbaren Weg nach Innen.
Das Ich immer in weiter Ferne gehalten. Purer Aktionismus.
Und mit einem wahnsinnigen Tempo.
Ein Schnelläufer, scheinbar nie nah dran an sich selber.
Das war in jedem „Gespräch“ und in jeder Aktion erkennbar.
Seine Worte hatten nie etwas mit seinen Gefühlen zu tun.
Nur mit dem was ist und wie er es sieht.
Wie siehts aus in der Welt,
wie geht es weiter aber nicht: wie geht es ihm.
Darum ging es nie. Dafür hat vor allem er gesorgt.
Oder kann die Mehrheit, die schon mal mit ihm gesprochen hat, was anderes sagen.
Er hat beim Reden oder Erzählen nie Raum dafür gelassen.
Es gab die öffentliche Plattform. Keine private.

Panikattacken haben immer ihren Grund.
Das ist etwas was einem passiert ist, was man nicht verstauen konnte, was man umgangen ist
und was einen einholt und urplötzlich kalt im Nacken packt.
Man hat sich wo reingesetzt ohne die entsprechende Fahrkarte zu haben.
Irgendwann kontrolliert einen das Leben selber. Es verweist brutal auf den
bewussten Weg ins eigene Innere und droht dabei mit Polizei und Schutzhaft.
Vielleicht manchmal viel zu spät. Aber die Wahl hat man in jedem Fall.
Wie auch immer es war. Das hier sind nur Verse.

Er hat letztendlich das Fenster geöffnet und ist ins Freie geflogen.

Ich schicke ihm aufrichtig und vom tiefsten Herzen ganz ganz viel Liebe hinterher.
0
Abschied und Lebewohl.
geschrieben von AMERU, 30 08, 2009
Er fehlt.

Das Einzige, was zählt,
ist,
dass er geliebt wurde.

Mord, Selbstmord
schließt jede Rechtfertigung aus.

Wir leben im und unterm Widerspruch.

Günther, Hawai ist schön.
Auch die Inseln unter dem Wind.
Südpazifik, Du weißt schon.
Mach es Dir jetzt schön, Günther.
Du hast so hart gekämpft
all die Jahre.
Und ich rekapituliere den Rest der Zeit,
die uns leider nicht blieb.

Hawai ist wirklich sehr schön,
die Wellen, Günther, die hohen, hellen Wellen...

"They sentenced me to twenty years of boredom for trying to change the system from within.
[...]
I m guided by a signal in the heavens.
I m guided by this birthmark on my skin.

I don t like these drugs that keep you thin.

(FIRST WE TAKE MANHATTAN)

Everybody knows the good guys lost."
München-Schwabing, 29.8.2009.
Ostzimmer, Nacht.

Liebes, unbekanntes Bremen,

es ist wie ein Alptraum, aus dem ich nicht erwache.
Keine Nachricht erreicht mich hier in der nördlichsten Stadt Italiens.
Ich muss den Himmel absuchen nach einer Botschaft.
Die Telefondame im Lagerhaus ist busy.
Die Wölfe im Lagerhaus fressen einander.

Und Rotkäppchen steht mit Korb, Brot und Wein vor der Tür
und wieder gibt es nur einen, der mich einlässt
in diese Festung einer Stadt, die sich so offenherzig gibt:

Nur diesmal, nur diesmal
ist es ein Toter.


DAN | 29.08.2009, 21.49 Uhr
0
OMNIA VINCIT AMOS
geschrieben von DAN KAYSER, 31 08, 2009
Wenn ich Einzig meinetwegen sterben kann,
dann kann ich auch Einzig meinetwegen leben.

Die Liebe zum Tod ist nichts anderes,
als die vertiefte Liebe zum Leben.

AMERU smilies/cool.gif
0
Die Linde der Freundschaft
geschrieben von Daniel Lipa, Czech Republic, 31 08, 2009
Günther...,









0
...
geschrieben von Frau, 02 09, 2009
O Nein o nein! Das kann doch nicht.
Das er da war hat vieles besser gemacht. Das merkt man jetzt wo er nicht mehr da ist. Alleine, weil man WEISS, dass er nicht mehr da ist. Weil alles jetzt schlechter ist. Weil jetzt irgendwie alles nicht was ist denn jetzt. Geht alles bergab.
Oder auch nicht, er hat doch irgendwie eine Menge Energie dagelassen. Man sollte jetzt ganz wach werden und BLEIBEN. Das geht doch so alles nicht.
Ich kann es mir nicht wirklich schön reden es ist eine verdammte KACKE KACKE KACKE SCHEISSE SCHEISSE SCHEISSE KACKE. Das wars dann irgendwie. Mir ist wie tausend Messer.
Komm zurück. Oder komm wieder. Wenn irgendwie möglich, wer weiss das schon. Und mach gleich da weiter. Oder auch besser nicht. Sorge für dich. Komm zurück und dann sollst du ganz viel Liebe bekommen. Du fehlst du fehlst du fehlst du fehlst. LIEBE LIEBE LIEBE LIEBE LIEBE: ICH LIEBE DICH.
0
Die andere Seite
geschrieben von Viertelgänger, 16 09, 2009
Typisch Günther - der große Abgang.
Und im Abschied übertrugst du deinen Wahn einem Zugführer.Und dieser wird diesen in sich tragen - und hoffentlich...Nein, einfach scheisse,Günther...
0
voll verklärt hier alle...
geschrieben von Melmoth, 15 11, 2009
Günther war wohl der größte Idiot den ich bisher kennenlernen durfte. Nicht nur, dass er durch und durch falsch, verlogen und hinterhältig agierte sondern zusätzlich auch noch viele Werke anderer Leute dreist als seine eigenen deklarierte und sie sogar unter seinen Namen in Büchern veröffentlichte, machte ihn zum maximalen Unsympathen. Wer Ihn, so wie ich, über zwanzig Jahre gekannt hat, wird wohl ein anderes Bild von ihm haben, als die jungen Leute, die ihn nur von seinen Poetry Slam Events kennen. Macht Euch nichts vor. Günther Kars war ein Egomane durch und durch. Für ihn gab es nur sich - da sieht man ja auch schon an der gewählten Freitodmethode. Den Keller in der Weberstraße hat er im Übrigen auch nicht alleine gestartet sondern war dort lange Zeit nur Gast mit seiner Poetry Slam. Der Laden wurde von einigen Leuten, die sich über die alte "Schule" kannten betrieben. Als diese keine Lust mehr hatten, hat Günther den Laden übernommen - Aber nicht ohne die Vormieter auf etwa 1500 DM Kosten sitzen zu lassen. Diese mussten gerichtlich eingeklagt werden.
Es ist nie gut, wenn jemand stirbt, durch einen Selbstmord schon mal gar nicht - aber die Begegnung mit Günther im Viertel wird mir so richtig gar nicht fehlen...

peace

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