
Zunächst einmal dürfen alle Nachtschwärmer in Bremen aufatmen. Das Stubu bleibt geöffnet. Das bestätigte uns soeben der Stubu Geschäftsführer Onur Baykul in einem Exklusiv-Interview mit Szenenight!
Wir haben uns heute mit dem neuen Geschäftsführer Onur Baykul im Stubu getroffen, um über die aktuellen Vorwürfe des Stadtamtes und die möglicherweise drohende Schließung zu sprechen:
Szenenight: Hallo Herr Baykul, zunächst möchte ich mich für den Interview-Termin bedanken. Kommen wir aber gleich zur wichtigsten Frage: Die Frist vom Stadtamt zur Schließung des Stubu`s ist nun abgelaufen. Wird das Stubu nun schließen?
O. Baykul: Nein! Das Stubu bleibt geöffnet. Wir haben soeben durch unseren Anwalt die Rückmeldung vom Verwaltungsgericht bekommen, dass das Stubu nicht schließen muss und das Verwaltungsgericht nun in Ruhe die Sachlage prüfen will. Für uns als Stubu sind die zahlreichen, glücklichen, freudig und feiernden Menschen immer wieder die Motivation weiter zu machen und deshalb kämpfen wir dafür, dass das Stubu weiterhin geöffnet bleibt. Das gilt natürlich auch für Rainer Büsing, dessen Herzblut sicher auch weiterhin am Stubu hängen wird.
Szenenight: Das Stadtamt hat festgestellt, dass du als eingesetzter Geschäftsführer des Stubu`s gewerberechtlich unzuverlässig bist. Kannst du dazu Stellung nehmen?
O. Baykul: Das ganze klingt etwas paradox, denn ich habe für das S1, welches ich selbst aufgebaut habe und betreibe, eine gültige Konzession und gelte dort auch als zuverlässig. Hier im Stubu soll ich es nun nicht mehr sein? Dazu fehlen leider die Argumente, denn ich habe dem Stadtamt bislang keine unmögliche Forderungen gestellt, sondern nur in konstruktiven Gesprächen versucht, das Beste für die Gäste und auch die Mitarbeiter herauszuholen.
Szenenight: Du sagst es gab Gespräche mit dem Stadtamt und auch mit Herrn Wilkens persönlich. Inwieweit konnte sich das Stadtamt vor Ort im Stubu ein Bild von der aktuellen Situation machen?
O. Baykul: In den Gesprächen habe ich mehrfach versucht das Stadtamt einzuladen, damit dieses sich ein eigenes Bild machen kann. Leider wurden diese Einladungen bislang ignoriert. Mein persönlicher Eindruck ist, dass die aktuellen Probleme hauptsächlich Konflikte aus der Vergangenheit zwischen Herrn Wilkens und Herrn Büsing sind. Diese Konflikte werden scheinbar immer wieder auf das Stubu übertragen - ob ich hier nun Geschäftsführer bin, oder jemand ganz anderes, in den Augen des Stadtamtes ist jeder ein Strohmann. Deutlich wurde mir das, als ich nach nur fünf Tagen als Geschäftsführer vom Stadtamt als Strohmann bezeichnet wurde. Ich frage mich, wie kann man in nur 5 Tagen entscheiden, dass ein Geschäftsführer Strohmann ist?
Szenenight: Es wird immer vom Begriff "Strohmann" gesprochen. Kannst du uns erklären, was ein Strohmann ist und wieso du kein Strohmann von Herrn Büsing bist?
O. Baykul: Ich zitiere aus einem Urteil vom Bundesverwaltungsgericht "Ein Strohmannverhältnis liegt gewerberechtlich vor, wenn jemand (der Strohmann) zur Verschleierung der tatsächlichen Verhältnisse als Gewerbebetreibender vorgeschoben wird, dass in Frage stehende Gewerbe in Wirklichkeit aber von einem Anderen betrieben wird." Ich habe aber noch am selben Tag das Stadtamt informiert und die Änderung des Handelsregisterauszuges beantragt. Von Verschleierung kann hier keine Rede sein. Im deutschen Rechtssystem ist die GmbH eine anerkannte Geschäftsform. Die Gesellschafter setzen einen Geschäftsführer ein, der die Geschäfte der GmbH in seinem Namen lenkt und abwickelt.
Meine Entscheidung Geschäftsführer im Stubu zu werden, habe ich mir lange überlegt und an die Bedingung geknüpft, nicht als Strohmann eingesetzt zu werden. Das dies nicht geplant ist, konnte Rainer Büsing mir auch glaubhaft versichern. Dazu muss ich sagen, das Rainer Büsing im letzten Jahr einen schweren Schlaganfall hatte und seitdem versucht seine Gesundheit in den Griff zu kriegen. Man darf nicht vergessen, dass er bereits 65 Jahre alt ist und damit, selbst wenn er es wollte, gar nicht in der Lage wäre, sich um die Geschäfsführung des Stubu´s zu kümmern. Deswegen verbringt Rainer Büsing im übrigen auch die meiste Zeit im Ausland.
Szenenight: Kommen wir mal zu den Mitarbeitern – gibt es Angst um den Job?
O. Baykul: Wir versuchen natürlich den ca. 150 Beschäftigten Sicherheit zu vermitteln, denn wir wollen natürlich nicht, dass hier jemand mit Angst um den Job zur Arbeit kommt.
Szenenight: Das finde ich gut. Es gibt ja für Stubu Mitarbeiter auch hohe Hürden, oder?
O. Baykul: Ja, wenn das Stubu nach neuen Mitarbeitern sucht, ist die Besonderheit allerdings (was ich im übrigen sehr begrüße), dass alle Bewerbungen zunächst vom Stadtamt geprüft werden und erst danach im Stubu anfangen dürfen.
Szenenight: Habt ihr denn nun Einfluss auf die Einstellungen der Security-Firma?
O. Baykul: Nein, dafür ist die Sicherheitfirma FBIS weiterhin selbst zuständig. Dort gab und wird es auch zukünftig keine Einflussnahme durch mich geben.
Szenenight: Vielen Dank für die offenen Worte und wir drücken die Daumen, dass auch wir weiterhin tolle Fotos im Stubu machen können.
O. Baykul: Kein Problem, übrigens einen kleinen Tipp habe ich noch: In Kürze wird Kabel Eins eine Doku über das Stubu (Achtung Kontrolle!) bringen. Thema: Eines der sichersten Discos Deutschlands.
Wir werden euch natürlich den genauen Sendetermin nachreichen.

geschrieben von Stubu-Fan, 31 08, 2010
geschrieben von Tomas Hohlt, 31 08, 2010
Eine so günstige Werbung fürs Stubu zu machen. Immerhin gibt es immer noch keine Gründe oder Argumente, die für die Aussagen des Stadtamtes sprechen...Sinnlos Gespräche zu führen wo keiner Gespräche führen möchte.
Die Aussagen des Herrn Baykul haben Hand und Fuß, jedoch ist mir das "durch-checken" der Mitarbeiter neu...^^
geschrieben von Tja ich halt, 01 09, 2010
Und leute die hier gegen das Stubu sind sollen einfach wegbleiben und sich ihre blöden Kommentare sparen.
geschrieben von dj marrue, 02 09, 2010
geschrieben von Discorentner, 02 09, 2010
Es wäre nicht zu bemängeln, wenn ein Telefon-Interview vor seiner Veröffentlichung erst mit dem Interviewten besprochen wird. Soetwas ist gängige Praxis. Nachträglich eine Veröffentlung ohne Kenntlichmachung zu verändern, liesse sich mit den Wort Fälschung bezeichnen.
Der Discorentner, Herausgeber von www.Discomeile.com
geschrieben von Discorentner, 03 09, 2010
Gegendarstellung genutzt.
Hierbei lasse ich es vorerst bewenden.
Der Discorentner, Herausgeber von www.Discomeile.com








mfg.