
Als ich heute Mittag mal wieder durch die Netzwelt gesurft bin, ist mir folgender höchst spannender Artikel auf Spiegel-Online untergekommen. Der Artikel ist in Form eines Logbuchs geschrieben und lässt Bremen wie eine zurückgebliebene Linksautonome Resterampe erscheinen. Aber ist das wirklich so? Zugegeben, Bremen bei Nacht hat die ein oder andere Stelle die man nicht Mögen muss. Aber gibt`s so was nicht überall? Ok, vielleicht nicht irgendwo auf dem weiten grünen Lande - in einer Stadt allerdings halte ich das nicht für sehr verwunderlich oder gar schlimm. Bremen hat genug schöne Plätze!
Im Unispiegel-Artikel schreibt Markus Flohr, der mit seinem Kumpel André, scheinbar Anfang September durch Bremen gezogen ist, dass Bremen ein Exil für Kreuzberger-Ausreißer gerne hier nach Bremen kommen und sich hier pudel wohl fühlen, weils alles noch so ist, wie in Berlin vor 20 Jahren. Natürlich ist das Viertel in Bremen ein Anlaufpunkt für "Links" - aber betrachtet man mal das Ganze und beschränkt das Viertel nicht nur auf die Sielwall Kreuzung, trifft man auf wunderschöne Kneipen, Lokale und jeder Menge Kultur. Und kann Kultur so schlecht sein für Deutschland? Ich glaube kaum. Den Vergleich, dass Bremen wie LSD mit schwarzem Tee und Butterkeksen seinen soll, finde ich mehr als belustigend - Osterdeich, Sielwall Kreuzung und Lila Eule gesehen und schon ist Bremen verurteilt! Entschuldung, ich meinte natürlich beurteilt. Knallharter Journalismus!
Nach dem Besuch der Lila-Eule - und wie herrlich - da war selbst mein Vater schon feiern - ging es für die beiden Nachtschwärmer weiter in die Kneipe First class suicide - schnell mal abgewertet als Hafenspelunke. Ob die Cocktails lecker waren - man weiß es nicht. Um 4:30 Uhr in einer Bar muss es schon sehr komisch sein, dass dort, ausgerechnet dort, betrunkene Menschen sind.
Wie kann man so einen Abend noch steigern? Richtig es geht zur verschrienen Discomeile. Aber schade - heute leider kein Stress auf der Meile - also wird gleich mal das Stubu denunziert.
Ich mache Markus Flohr wirklich keinen Vorwurf alles negativ zu sehen - weil es bestimmt in Bremen einiges gibt, dass man verbessern könnte... (Beispiel Discomeile: Wieso gibt es auf der ganzen Discomeile eigentlich grade einmal 2 kleine Mülleimer, liebes Bremen?) - aber lieber Kumpel André, vielleicht zeigst du bei eurer nächsten Tour Bremen, einfach mal selbiges von seiner schönen Seite - denn davon gibt es jede Menge in Bremen, oder?
Link: LSD mit Butterkeksen auf Spiegel Online








